2000 Euro Verdienst täglich mit Hilfe einer kostenlosen App? Spam-Warnung!

Vor kurzem wurde unserer Redaktion eine E-Mail zugespielt, in der ein 2.000 Euro Verdienst täglich angepriesen wurde. Möglich sei dies mithilfe einer extra entwickelten App, die der philanthropisch gesinnte Entwickler einer begrenzten Personenzahl kostenlos zur Verfügung stellen wollte. Um es vorwegzunehmen: Dass es sich bei diesem mysteriösen Angebot um Spam handelt, sollte Jedem klar sein. Doch was genau dahinter steckt, haben wir für Sie recherchiert.

Die Mail verweist auf eine Internetseite (centurenapp.com), auf der Werbung für die App gemacht wird. Neben einem Film des „App-Entwicklers“ Frank Shuster, der bei YouTube übrigens erst am 17.1. eingestellt wurde, finden wir „Informationen“ über besagten Herrn Shuster. Dieser habe vor mehr als drei Jahren die App entwickelt, um seinen „Kunden Profit zu garantieren. Die Centuren App besteht aus den intelligentesten und fleißigsten Menschen aus der ganzen Welt, die durch Trading Millionen von Euro erwirtschaftet haben. Wir haben unsere Tradingstrategien und Software perfektioniert, um jedem einzelnen Mitglied der Centuren App ein Minimum von €2000 pro Tag zu ermöglichen. Erst vor Kurzem haben uns Marktregulatoren die Erlaubnis erteilt, eine kleine Anzahl von neuen Mitgliedern zur Teilnahme an der Centuren App einzuladen. Sie sind in der privilegierten Situation, eine dieser Personen zu sein. Dies ist eine private Einladung zur Teilnahme an der Centuren App und dem von ihr abgeworfenen Profit. Bitte teilen Sie diese Information daher mit niemandem.“

Mit Verweis auf die „Exklusivität“ und mit Hilfe weiterer, vermeintlich authentischer positiver Kommentare über dieses Programm sollen Sie, der User, davon überzeugt werden, sich anzumelden und kostenlos die App zu testen. Durch einen niemals bis 0 ablaufenden Countdown wird dabei versucht, Druck auszuüben, und zugleich suggeriert, dass das Angebot tatsächlich limitiert sei. Erwartungsgemäß findet man übrigens nirgendwo auf der Seite einen Hinweis auf Kontaktmöglichkeit oder ein Impressum.

Sobald man sich mit einer E-Mail-Adresse anmeldet, gelangt man auf die Hauptseite, auf der es einzelne Reiter für Transaktionen, Statistiken usw. gibt, alles übrigens in 12 verschiedenen Sprachen geschrieben. Egal, was man dann anklickt, immer wird man darauf hingewiesen, dass das Konto noch nicht aktiviert sei und man dafür mindestens 250 $ einzahlen müsse. Warum die sogenannte App kostenlos sei, wird übrigens in den FAQ überraschend offen und ehrlich folgendermaßen begründet: „Es erschien uns nicht fair von Ihnen Geld für unsere Software zu verlangen, stattdessen erhalten wir von den Brokern eine Provision. Denn wir empfehlen Ihnen unsere ausgewählten Broker und erhalten so einen Teil ihrer Provision. Sie können jeden Cent den Sie verdienen auch behalten.“ Wie die App dann auch das Geld des Users und nicht nur das des „Programmierers“ vermehren solle, wird allerdings nirgendwo erwähnt.

Es gibt lediglich einen Verweis auf den Handelsdienstleister CTOption, der mit binären Optionen arbeitet. Eine Anmeldung bei der „Centuren App“ führt dabei automatisch zu einer Anmeldung bei diesem Online-Broker! Und damit klärt sich dann auch die Sache auf: Sobald man eine Einzahlung tätigt, verdient der Vermittler, d.h. in diesem Fall die „Centuren App“, eine Provision von CTOption! Die App handelt also gar nicht selbsttätig wie behauptet, sondern vermittelt nur. Es handelt sich hier also um eine Betrugsmasche, um ahnungslosen Kunden mit hehren Versprechen Geld aus der Tasche zu locken. Für denjenigen, der sich darauf einlässt, wird aus dem Programm – sprich der Webseite – kein Gewinn abfallen, nur für den Vermittler (und natürlich den Broker CTOption). Sollten Sie also eine „Einladung“ zu dieser „App“ erhalten, dies geschieht am häufigsten durch Spam-Mails, ignorieren Sie diese. Selbst wenn Sie bereit sein sollten für den Handel mit binären Optionen, den wir nur versierten Experten empfehlen können, gehen Sie direkt über einen Broker Ihrer Wahl.

Eine Antwort

  1. Gysmo Solleder 27. Januar 2018

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