Windindustrie feierte 2015 ein Rekordjahr. Für 2016 steht zu erwarten, dass sich die Umsätze nochmals steigern werden. Doch 2017 wird alles anders sein.
Reform der Energiegesetzgebung führt zu Preisverfall
Doch bereits ab 2017 dürften die Margen für die heimische Industrie purzeln. Der Preisdruck wird zunehmen. Schuld daran ist die Reform der Energiegesetzgebung. Denn in den kommenden Jahren laufen in vielen Ländern die Subventionen für Erneuerbare Energien aus. In Deutschland ist es ab 2017 so weit. Die Änderungen werden sich dann direkt auf die Verdienstmöglichkeiten der Hersteller auswirken. Ab diesem Zeitpunkt liefern sich nämlich die Produzenten hierzulande bei einer Ausschreibung ein Wettbieten. Den Zuschlag bekommt dann derjenige Bieter, der den geringsten staatlichen Zuschuss verlangt.
Rendite von 10 % gehören dann wohl der Vergangenheit an
Dann wird es wohl entweder zu Kartellabsprachen kommen oder zu einem gnadenlosen Hauen und Stechen. In der Praxis bedeutet dies, dass die operativen Margen schmelzen werden und damit die Gewinne. Renditen von 10 %, wie sie beispielsweise Nordex von wenigen Ausnahmen abgesehen schafft, gehören dann vermutlich der Vergangenheit an.