Anleihen beherrschen im Moment mit den Nachrichtenmarkt. Leider sind das dann keine positiven Nachrichten, wie im Fall German Pellets in den vorigen Wochen. Dort müssen Anleger nun mit einem Totalverlust ihres einbezahlten Kapitals rechnen. Jetzt gibt es wohl erneut Diskussionen um ein Unternehmen das seinen Anleihelaufzeit wohl verlängern will. Es geht um das Unternehmen eno energy gmbh. Eno Energy hatte im Jahr 2011 eine Anleihe ausgegeben. Die Anleihe mit einem Emissionsvolumen von bis zu 25 Millionen Euro, ist bei einer Laufzeit von fünf Jahren mit 7,375 Prozent p.a. verzinst. Am 30. Juni 2016 wäre die Anleihe zur Rückzahlung fällig. Nun möchte die eno energy GmbH die Laufzeit um drei Jahre bis 2019 verlängern. Der Zinskupon soll dabei unverändert bleiben. Im Falle einer vorzeitigen Rückzahlung soll es eine zusätzliche Verzinsung in Höhe von bis zu 1 Prozent geben.
Bereits im September 2015 hatte das Unternehmen die Anleger zu einer Abstimmung ohne Versammlung aufgefordert. Da dabei das erforderliche Quorum von mindestens 50 Prozent nicht erreicht wurde, kam es zu keinem Beschluss. Nun sollen die Anleger erneut entscheiden. Es ist eine ähnliche Absicht wie das beim Unternehmen German Pellets angedacht war, auch hier sollte die Laufzeit verlängert werden, dann aber zusätzlich noch die Zinsen gekürzt werden. Das will man hier nicht. Trotzdem, solche Ansinnen müssen natürlich nachdenklich machen, denn wer garantiert dem Anleger dann, dass das Unternehmen in 3 Jahren die Anleihe bedienen kann. Würden die Anleger dem Ansinnen zustimmen, dann wäre das nur noch eine Hoffnungsanleihe, das dann über weitere 3 Jahre – hoffen dass das Unternehmen dann die Anleihe auch zurückbezahlen kann.