Und wieder gibt es ein Angebot, sein Geld in „sinnlose Genussrechte“ zu investieren. Sinnlos? Ja für den Kapitalanleger, denn es ist ein Blindflug, vor allem bei Unternehmen, die keinerlei Erfolgsbilanzen vorzuweisen haben. So wie in diesem Fall.
Das Unternehmen wurde 2012 gegründet. Das Einzige, was man zu dem Unternehmen im Internet lesen kann, ist dessen Gründung und diverse Nachträge zum Prospekt. Genussrechte sind derzeit nicht gerade „in Mode“, bedingt auch durch den Vorgang Infinus. Natürlich sind Genussrechte ein Finanzinstrument, aber man muss schauen „wer hinter dem Produkt“ steht, damit es ein Genuss wird. Das Angebot der EEV AG überzeugt uns nicht. Wenn man sein Geld sicher anlegen will, dann ist das Produkt nicht geeignet.
http://www.ra-jackwerth.de/assets/files/2013-07-10-HAZ-Hohe%20Rendite-heisst-immer-hohes-Risiko.pdf
Wer sich http://www.EEV-AG.de mit offenen Augen anschaut, wird schnell erkennen, dass dieses Unternehmen kein Blindpool ist. In unserem Biomasseheizkraftwerk nutzen wir vor allem Altholz, also einen nachwachsenden Rohstoff, der bereits alle anderen Nutzungszyklen durchlaufen hat. Unsere Bioenergie entsteht ohne Pestizide, Fungizide, Dünger aus Erdöl und ohne Konkurrenz zu Lebensmitteln. Aktuell arbeiten wir in Papenburg an einem Projekt für Kraft-Wärme-Kopplung, um im Herbst 2014 ca. 20 Gartenbau-Unternehmen mit Wärme zu versorgen. Dadurch werden die Betriebe von den fossilen Energieträgern Erdgas, Kohle und Öl unabhängig, sie reduzieren ihre Emissionen um rund 30.000 Tonnen Kohlendoxid pro Jahr und sichern Arbeitsplätze.
Bekannt ist, dass alle Anlageformen ebenso Schwächen wie Stärken haben. Dazu gibt es entsprechende Fachliteratur. Es gibt keinen konkreten Hinweis darauf, dass Genussrechte riskanter sind als andere vergleichbare Investitionen mit einer entsprechenden Rendite, die deutlich über der Inflationsrate liegt.
Schon seit 10 Jahren entwickelt sich der Aktienindex NX 25 besser als der Weltindex MSCI World. Dies zeigt deutlich, dass Investitionen in ethisch und ökologisch nachhaltige Projekte oft auch ökonomisch nachhaltiger sind, als Investitionen in vielen anderen Branchen. Selbstverständlich gibt es auch hier „Tops“ und „Flops“.
Ebenso wie bei Anleihen, Aktien oder anderen Anlegeformen gilt auch bei Genussrechten die Grundregel: Genau anschauen! Unser Biomasseheizkraftwerk kann man von außen und innen anschauen und anfassen. Die ersten Genussrechteinhaber der EEV AG sind bereits in den Genuss ihrer Zinsen gekommen.
Auch eine bekannte Windradfirma hatte eine aussichtsreiche Anlage in erneuerbare Energien. Der Erfolg dieser Firma ist hinreichend bekant. Genussrechte sind eine hochspekulative Anlage, es gibt keinen regulierten Markt. Der Erfolg steht und fällt mit dem Herausgeber. Der lässt sich für Privatkunden unmöglich einschätzen. Im Kommentar wird auf den NX25 und dergleichen verwiesen. Davon abgesehen, daß die meisten damit nichts anfangen können, bleibt diese und weitere Aussagen allgemein und mindern nicht das Risiko in einen einzelnen Anbieter.
Besonderst interessant ist, das die Vorbesitzerin des Kraftwerkes in ihrer letzten Bilanz „nur“ einen Gewinn von knapp über 800k € ausweisen konnte und kaum ein jahr später soll EEV AG auf einmal mit gleichen Kilowatterzeugungen 4 Mio € machen.
Das stinkt doch ganz schön nach ……!
Interessant ist auch, das die Macher von EEV bei jeder Kritik sofort Gegendarstellungen veröffentlichen, gemäss dem Motto, „Wenn Ihr uns in die Suppe spucken wollt, versalzen wir euer Essen“!
Deshalb kann man nur JEDEN dringendst raten, Finger weg von solch Dubiosen Firmen
Fragen zur Bilanz der Voreigentümern wurden schon vor einem Jahr im Fachmagazin AnleihenFinder (Ausgabe 5/13, 20.03.2013) gestellt und sachgemäß beantwortet. Die Jahresüberschüsse der Voreigentümern lagen im Jahr 2011 bei rund 1,3 Mio. Euro und 2012 bei rund 2,3 Mio. Euro. Nach der Übernahme des Biomasseheizkraftwerkes durch die EEV AG wurde Ende 2012 u.a. von einer degressiven auf eine lineare AfA umgestellt. Ihr Steuerberater wird Ihnen diesen Vorgang gerne erläutern.
Zudem führen unsere Investitionen in technische Optimierungen zu Steigerungen der Energieeffizienz, die sich auch positiv auf die Erträge auswirken können. Eine Innovation könnte demnächst neue Maßstäbe in der Kraft-Wärme-Kopplung setzen.
Im Übrigen hat die EEV AG noch nie eine „Gegendarstellung“ veröffentlicht. Wenn Darstellungen oder Beurteilungen nicht der Wahrheit entsprechen, erlauben wir uns aber bisweilen, mit Tatsachen und exakteren Ansichten zu antworten.