Die Bilanzsumme der Siebzehnte Westwind Windpark GmbH & Co. KG ist 2024 von 2.570.923,32 Euro auf 2.332.421,53 Euro zurückgegangen.
Das entspricht einer Verringerung um 238.501,79 Euro beziehungsweise rund 9,3 Prozent.
Den größten Vermögensposten bildet weiterhin das Anlagevermögen.
Dieses verringerte sich von 2.112.316 Euro auf 1.882.096 Euro. Damit ging der Buchwert innerhalb eines Jahres um 230.220 Euro beziehungsweise rund 10,9 Prozent zurück.
Der Anhang erläutert, dass abnutzbares Sachanlagevermögen planmäßig linear über seine voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Wie sich das Anlagevermögen im Einzelnen zusammensetzt und welcher Anteil des Rückgangs konkret auf Abschreibungen oder andere Veränderungen entfällt, lässt sich aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht bestimmen.
Umlaufvermögen bleibt relativ stabil
Das Umlaufvermögen verringerte sich vergleichsweise moderat.
Ende 2023 waren 452.750,29 Euro ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2024 waren es 446.060,21 Euro.
Das entspricht einem Rückgang von lediglich rund 6.690 Euro beziehungsweise 1,5 Prozent.
Innerhalb des Umlaufvermögens fallen insbesondere Forderungen gegenüber Gesellschaftern auf.
Diese gingen von 171.138,61 Euro auf 135.324,02 Euro zurück.
Damit reduzierten sich die Forderungen gegenüber Gesellschaftern um 35.814,59 Euro beziehungsweise knapp 21 Prozent.
Welche Sachverhalte diesen Forderungen zugrunde liegen, wird im vorliegenden Anhang nicht näher erläutert.
Knapp zwei Millionen Euro Verbindlichkeiten
Auf der Passivseite stellen die Verbindlichkeiten weiterhin den mit Abstand größten Posten dar.
Sie gingen allerdings deutlich zurück.
Zum Jahresende 2023 waren 2.230.144,42 Euro ausgewiesen. Ende 2024 betrugen die Verbindlichkeiten noch 1.990.656,09 Euro.
Damit wurden sie innerhalb eines Jahres um 239.488,33 Euro beziehungsweise rund 10,7 Prozent reduziert.
Der größte Teil der Verpflichtungen ist langfristiger Natur.
Von den knapp 1,99 Millionen Euro haben 1.737.750 Euro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Kurzfristig – also innerhalb eines Jahres – fällig sind 252.906,09 Euro.
Langfristige Verpflichtungen gehen ebenfalls zurück
Auch bei den besonders langfristigen Verbindlichkeiten ist ein deutlicher Rückgang festzustellen.
Die Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sanken von 1.042.650 Euro auf 810.950 Euro.
Das ist ein Rückgang um 231.700 Euro beziehungsweise rund 22,2 Prozent.
Der Abschluss nennt außerdem 1.969.450 Euro Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.
Welche konkreten Vermögenswerte als Sicherheiten dienen und gegenüber welchen Kreditgebern beziehungsweise Gläubigern diese Verpflichtungen bestehen, wird in den vorliegenden Angaben nicht näher aufgeschlüsselt.
Eigenkapital exakt unverändert
Bemerkenswert ist die Entwicklung des Eigenkapitals.
Zum 31. Dezember 2023 betrug es 268.506,90 Euro.
Exakt derselbe Betrag wird auch zum 31. Dezember 2024 ausgewiesen.
Bei einer gesunkenen Bilanzsumme steigt dadurch die rechnerische Eigenkapitalquote.
Ende 2023 lag sie bei rund 10,4 Prozent. Ende 2024 beträgt sie rechnerisch rund 11,5 Prozent.
Die Verbesserung der Quote resultiert damit nicht aus einem Anstieg des ausgewiesenen Eigenkapitals, sondern aus der geringeren Bilanzsumme.
Warum das Eigenkapital trotz des abgelaufenen Geschäftsjahres exakt unverändert geblieben ist, lässt sich aus den vorgelegten Angaben nicht nachvollziehen.
Insbesondere sollte daraus nicht geschlossen werden, dass die Gesellschaft 2024 weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet hat.
Eine Gewinn- und Verlustrechnung ist in den vorliegenden Unterlagen nicht enthalten. Ebenso fehlen Angaben zu Umsätzen, Stromerlösen, Betriebskosten, Zinsaufwendungen, Abschreibungen in der GuV und zum Jahresergebnis.
Rückstellungen steigen leicht
Die Rückstellungen erhöhten sich von 18.678 Euro auf 20.578,54 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um 1.900,54 Euro beziehungsweise rund 10,2 Prozent.
Nach den Angaben zu den Bilanzierungsgrundsätzen umfassen die Rückstellungen unter anderem noch nicht veranlagte Steuern sowie sonstige ungewisse Verbindlichkeiten.
Eine konkrete Aufschlüsselung des zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Betrags enthält der vorliegende Abschluss allerdings nicht.
Daneben werden passive latente Steuern von 52.680 Euro ausgewiesen. Im Vorjahr waren es 53.594 Euro.
Auf der Aktivseite stehen aktive latente Steuern von 1.051 Euro gegenüber 859 Euro im Vorjahr.
Keine eigenen Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt keine Arbeitnehmer.
Als Komplementärin wird die Westwind Verwaltungs GmbH genannt. Der Abschluss wurde für diese von Michaela Meindertsma unterzeichnet.
Der Jahresabschluss trägt das Datum 16. Oktober 2025 und wurde nach den veröffentlichten Angaben am 28. November 2025 festgestellt.
Die Siebzehnte Westwind Windpark GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Kirchdorf und ist beim Amtsgericht Walsrode unter HRA 100600 eingetragen.
Was sich aus dem Abschluss nicht ablesen lässt
Für Anleger und wirtschaftlich Interessierte bleiben wesentliche Fragen offen.
Aus der veröffentlichten Bilanz lässt sich nicht erkennen, wie viel Strom der Windpark 2024 produziert hat, welche Umsatzerlöse erzielt wurden oder wie hoch das operative Ergebnis ausgefallen ist.
Ebenso wenig lässt sich feststellen, welche Zinsbelastungen mit den knapp zwei Millionen Euro Verbindlichkeiten verbunden sind.
Auch die Ursache für die Verringerung des Anlagevermögens um rund 230.000 Euro lässt sich nicht vollständig bestimmen. Zwar nennt der Abschluss planmäßige lineare Abschreibungen als Bewertungsgrundsatz, eine konkrete Überleitung des Anlagevermögens liegt in den vorgelegten Angaben jedoch nicht vor.
Schuldenabbau ist der auffälligste Bilanztrend
Die deutlichste Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 ist damit der Rückgang der Verbindlichkeiten.
Innerhalb eines Jahres reduzierten sie sich von rund 2,23 Millionen auf 1,99 Millionen Euro. Besonders die Verbindlichkeiten mit mehr als fünf Jahren Restlaufzeit gingen deutlich zurück.
Parallel sank allerdings auch der Buchwert des Anlagevermögens von 2,11 Millionen auf 1,88 Millionen Euro.
Das Eigenkapital blieb mit 268.506,90 Euro unverändert. Durch die geringere Bilanzsumme verbesserte sich die rechnerische Eigenkapitalquote von rund 10,4 auf 11,5 Prozent.