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Wärmepumpen und Solar

Wärmepumpen stehen zur Beheizung von Wohngebäuden seit einigen Jahren wieder hoch im Kurs. Auch Solar-anlagen für die Warmwasserbereitung und die Heizungsunterstützung oder zur Stromerzeugung stehen bei vielen Hausbesitzern ganz oben auf der Wunschliste.

Für alle drei Techniken bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ab sofort eine computergestützte Ertragssimulation für den Einzelfall. „Im Hinblick auf Ertrag und Effizienz wecken Installateure und Hersteller oft Erwartungen, die in der Praxis nicht zu realisieren sind“, so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale. „Hier kann unsere unabhängige Überprüfung und Beratung eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Hausbesitzer bieten. Bei Investitionen von oftmals mehr als zehntausend Euro kann sie zudem vor Fehlentscheidungen schützen.“

„Viele Menschen entscheiden sich jetzt auch persönlich für eine Ener-giewende und setzen künftig auf erneuerbare Energien. Dabei wollen wir sie unterstützen“, stellte Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke fest. „Die Verbraucherzentrale berät unabhängig und hilft, die richtigen Energietechniken auszuwählen. Weil das Land hierfür in diesem Jahr über 150.000 Euro Fördermittel bereitstellt, kann die Erstberatung in Rheinland-Pfalz kostenfrei angeboten werden – dies ist bun-desweit einmalig.“ Die Energieerstberatung findet an landesweit 62 Standorten der Verbraucherzentrale statt. Die neue rheinland-pfälzische Landesregierung hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 einen Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von 100% zu erreichen und zum Exporteur für regenerativ erzeugten Strom zu werden. Lemke: „Hier spielen auch die Privaten mit Solarstrom auf dem Dach oder der Wärmepumpe im Keller eine nicht zu unterschätzende Rolle.“

Wie funktionieren die Computerchecks?
Hausbesitzer liefern der Verbraucherzentrale in einem Fragebogen Daten zu ihrer Situation vor Ort, wie Gebäudetyp, Lage des Hauses oder vorhandene Heizung. Der Energieberater der Verbraucherzentrale, Dipl. Ing. Matthias Unnath, wertet die Daten mit Hilfe einer speziellen Software aus und erläutert den Verbrauchern die Ergebnisse in einem kurzen Bericht. Dabei geht es darum, eine realistische Einschätzung des Ertrags von Solaranlagen und der Effizienz von Wärmepumpen vorzunehmen.

„Mit Hilfe der Daten kann der Energieberater darüber hinaus auch eine Gesamtschau vornehmen und feststellen, ob eventuell eine Investition an anderer Stelle im Haus – etwa bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle – sinnvoller wäre“, erläutert Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale den weiteren Nutzen der Computerchecks. Dies ist der Vorteil der gewerkeneutralen und anbieterunab-hängigen Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Die Auswertung soll die exakte fachmännische Planung und Ausle-gung der Anlage nicht ersetzen, sondern eine Tendenz aufzeigen und eine Entscheidungsgrundlage bieten. Die vielen Informationen liefern Hausbesitzern praktische Hinweise, worauf sie bei der Auftragsvergabe und dem Einbau der Anlagen achten sollten. Denn die häufigsten Fehler passieren nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale bei der Planung und beim Einbau und sind nicht in der Qualität der Anla-gen begründet.

Auch die bisher schon angebotene Berechnung zum Ertrag und der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen sowie die rechtliche Prü-fung von Einspeiseverträgen laufen weiter.

Quelle:VBZ RP

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