Zwei Senioren aus Tirol sind Opfer perfider Betrugsmaschen geworden und haben gemeinsam fast eine Viertelmillion Euro verloren. Ein 72-jähriger Mann aus dem Bezirk Innsbruck-Land vertraute auf ein vermeintlich lukratives Online-Investment – am Ende war er knapp 200.000 Euro ärmer. Eine 86-jährige Innsbruckerin überwies über mehrere Monate hinweg rund 50.000 Euro an Telefonbetrüger.
Der 72-Jährige hatte sich zu Jahresbeginn auf einer angeblichen Investmentplattform registriert. Kurz darauf nahm eine vermeintliche „Brokerin“ Kontakt zu ihm auf und überzeugte ihn, wiederholt größere Geldbeträge auf ausländische Konten zu überweisen. Als er im März seinen vermeintlichen Gewinn abheben wollte, bemerkte er den Betrug – da war es bereits zu spät.
Die Polizei nutzt diesen Vorfall, um erneut vor sogenanntem „Cyber Trading Fraud“ zu warnen. Dabei werben Kriminelle über soziale Medien, gefälschte Werbeanzeigen oder Cold Calls mit verlockenden Gewinnversprechen – tatsächlich dienen die Plattformen nur zur Täuschung und zum Abgreifen von Kapital.
Auch im Fall der 86-jährigen Frau aus Innsbruck schlugen die Betrüger über Monate hinweg telefonisch zu. Sie wurde mit angeblichen Investitionschancen in die Falle gelockt und tätigte insgesamt acht Überweisungen auf ausländische Konten. Erst ein wachsamer Bankangestellter schöpfte Verdacht und kontaktierte die Frau. Diese erstattete Ende März Anzeige.
Die Polizei appelliert eindringlich an die Bevölkerung, bei Investmentangeboten im Internet größte Vorsicht walten zu lassen und im Zweifel professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.