1. Finanzielle Stabilität und Eigenkapitalentwicklung
- Das Eigenkapital hat sich von 3,12 Mio. € auf 2,41 Mio. € verringert. Dies entspricht einem Rückgang um rund 22,6 %.
- Besonders auffällig ist die Erhöhung der kumulierten Verluste von -2,55 Mio. € auf -2,34 Mio. €, was auf anhaltende Defizite in der operativen Geschäftstätigkeit hindeutet.
- Das variable Kommanditkapital hat sich weiter verschlechtert und liegt bei -5,32 Mio. € (Vorjahr: -4,62 Mio. €).
- Bewertung: Die anhaltende Kapitalerosion ist für Anleger bedenklich, da sie das Risiko für künftige Ausschüttungen reduziert.
2. Entwicklung des Anlagevermögens
- Der Buchwert des Anlagevermögens ist durch planmäßige Abschreibungen um etwa 10,1 % gesunken (von 15,86 Mio. € auf 14,25 Mio. €).
- Die Abschreibungen betragen 1,61 Mio. €, was auf eine hohe Wertminderung der technischen Anlagen hindeutet.
- Bewertung: Dies ist ein erwartbarer Effekt bei Windkraftanlagen, zeigt aber auch die Notwendigkeit künftiger Investitionen in Instandhaltung oder Erneuerung.
3. Liquidität und Umlaufvermögen
- Die liquiden Mittel haben sich deutlich um 24 % reduziert (von 2,33 Mio. € auf 1,78 Mio. €).
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 15,7 % gesunken, was auf effizienteres Forderungsmanagement oder weniger ausstehende Zahlungen hinweisen kann.
- Bewertung: Die rückläufige Liquidität könnte problematisch werden, falls kurzfristige Investitionen oder unvorhergesehene Kosten anfallen.
4. Verbindlichkeiten und Verschuldung
- Die Gesamtverbindlichkeiten betragen 14 Mio. € und machen damit 83,4 % der Bilanzsumme aus.
- Der größte Teil entfällt auf Bankverbindlichkeiten in Höhe von 13,96 Mio. €, die gesichert sind.
- Langfristige Verbindlichkeiten über 5 Jahre wurden leicht von 2,35 Mio. € auf 1,61 Mio. € abgebaut.
- Bewertung: Die hohe Fremdfinanzierung birgt Risiken, insbesondere bei steigenden Zinsen oder rückläufigen Einnahmen.
5. Rückstellungen und langfristige Verpflichtungen
- Die Rückstellungen für den Rückbau der Windkraftanlagen sind von 149 T€ auf 171 T€ gestiegen.
- Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs- und Pachtverträgen belaufen sich auf 7,93 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €).
- Bewertung: Die steigenden Rückbaukosten könnten eine zukünftige finanzielle Belastung darstellen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass diese Verpflichtungen die künftige Rentabilität beeinflussen können.
6. Ausschüttungen und Anlegerinteressen
- Die Entnahmen der Kommanditisten haben sich von 2,08 Mio. € auf 2,98 Mio. € erhöht.
- In Kombination mit der sinkenden Liquidität und dem schwindenden Eigenkapital könnte dies die künftige Ausschüttungsfähigkeit der Gesellschaft gefährden.
- Bewertung: Anleger sollten sich fragen, ob zukünftige Ausschüttungen weiterhin nachhaltig finanziert werden können oder ob Kapitalerhöhungen notwendig werden.
7. Fazit und Empfehlung für Anleger
Positive Aspekte: ✔ Geordnete Bilanzierung und Transparenz
✔ Fortgesetzter Abbau langfristiger Schulden
✔ Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen werden schrittweise aufgebaut
Kritische Punkte: ❌ Sinkendes Eigenkapital und hohe Entnahmen gefährden langfristige Stabilität
❌ Hoher Verschuldungsgrad (über 80 % der Bilanzsumme)
❌ Reduzierte Liquidität kann operative Flexibilität einschränken
Anleger sollten genau prüfen: 🔎 Besteht eine langfristige Strategie zur Eigenkapitalstärkung?
🔎 Wie wird die künftige Wartung und Modernisierung der Windkraftanlagen finanziert?
🔎 Gibt es einen Plan zur Sicherung zukünftiger Ausschüttungen?
Anleger, die eine langfristige Investition in erneuerbare Energien suchen, sollten das hohe Fremdkapitalrisiko und die begrenzte Eigenkapitalentwicklung berücksichtigen. Ein genauer Blick auf die operative Rentabilität und mögliche Kapitalmaßnahmen ist für eine fundierte Anlageentscheidung notwendig.