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„Fußballgötter weinen auch – Thomas Müller verlässt Bayern“

CryptoSkylark (CC0), Pixabay

Ein Gespräch unter Kolleginnen bei Espresso, Augenringen und einer kleinen Prise Verzweiflung

Teilnehmerinnen:

  • Carla Kicker, Chef-Kommentatorin beim Radiosender Tor FM

  • Leonie Lattenschuss, Investigativjournalistin bei Fußball & Gefühle

  • Maja Maradonna, Social-Media-Fußballexpertin bei GoalGal.de

  • Tanja Taktik, Taktikanalystin und Datennerd bei Zahlen & Zoff – der Fußballpodcast


Carla Kicker (mit rauer Stadionstimme): Mädels, ich sag’s wie’s ist: Als ich gehört hab, dass Thomas Müller nicht verlängert wird, hab ich mir erstmal ein Weißbier aufgemacht. Nicht zum Feiern. Zum Heulen. Das ist wie wenn dir Oma sagt, sie zieht in ein Tiny House in der Uckermark – du weißt, das war’s mit dem Apfelkuchen.


Leonie Lattenschuss (kramt in ihren Notizen): Ich hab da was. „Der Verein hat sich bewusst gegen eine Vertragsverhandlung entschieden“ – das hat Müller geschrieben. Das ist keine Pressemitteilung. Das ist ein stiller Schlag in die Magengrube. Da steckt so viel Bayern zwischen den Zeilen, dass sogar Uli Hoeneß in Wurststarre verfallen müsste.


Maja Maradonna (tippt gleichzeitig einen Tweet): Leute, das Netz ist außer sich! #MüllerGate trendet auf Platz eins – noch vor „Neues Netflix-Abo-Modell“! Ich hab hier schon drei TikToks gesehen, wo Fans Trikots zerreißen, und eins, wo jemand eine Müller-Milch trinkt und dann theatralisch weint. Und das war ein Leipziger!

Tanja Taktik (blättert in ihren Expected-Goat-Werten): Ich hab da mal was vorbereitet. Wenn man Müllers Präsenz, Raumdeutung und Impact-Faktor auf die Achse „Emotion x Legende“ legt, kommt man auf eine Statistik namens „Müllerability“. Die liegt bei 112 %. Der Mann ist einfach nicht messbar. Außer im Herzen.

Carla Kicker (sarkastisch): Und jetzt sollen wir ernsthaft glauben, dass ein Kompany diesen Müller nicht mehr braucht? Was kommt als Nächstes? Manuel Neuer als TikTok-Torwarttrainer in Texas? Kalle Rummenigge als Influencer bei MyTherme?

Leonie Lattenschuss (leise): Ich hab mit einem Insider gesprochen. Der sagt: „Die Entscheidung wurde intern schon vor Wochen getroffen, aber keiner hatte den Mumm, es Thomas zu sagen.“ Klassischer Fall von: Raumdeuter stört die neue Raumordnung.

Maja Maradonna: Also, meine Insta-Umfrage sagt: 87 % der Follower:innen finden, dass Müller im Verein hätte bleiben sollen – zur Not als Maskottchen, Kabinenflüsterer oder WLAN-Router mit bayerischer Sprachsteuerung.

Tanja Taktik (nickt): Müller war ja nie nur Spieler. Er war Pressesprecher, Kabinenpsychologe, Taktikverwirbler und das menschgewordene „Mia san mia“. Wenn man ihn rausnimmt, bleibt nur noch „Mia san vielleicht“.

Carla Kicker (schnieft): Als Müller das 2:0 im DFB-Pokalfinale 2014 machte – ich war da. Ich hab mit dem Mikro gezittert. Und jetzt? Jetzt kriegt er einen Club-WM-Auftritt in Amerika als Trostpreis. Ehrlich, das ist wie wenn du ein goldenes Schnitzel durch den Drive-in reichst.

Leonie Lattenschuss: Und was sagt Müller selbst?
„Auch wenn das nicht meinen Wünschen entsprach…“ – das ist so höflich wie ein Abschiedskuss vom Ex, der gerade deinen Schlüssel behalten will.

Maja Maradonna (scrollt): Und schon gibt’s die ersten Gerüchte: Müller zu 1860, Müller als „Der Raumdeuter“ im neuen ZDF-Format mit Oliver Welke – oder Müller als Kanzlerkandidat der Bayernpartei. Alles möglich!

Tanja Taktik: Ich sag’s euch, Müller ist wie ein Raumspray: Man merkt erst, wie wichtig er war, wenn’s plötzlich nicht mehr müllert.

Carla Kicker (steht auf, mit dramatischer Geste): Wenn der FC Bayern jemals ein Museum baut – Müller kriegt den ganzen Westflügel. Und wenn nicht, mach ich eins. Mit Weißwurst, Trophäenstaub und 245 Toren auf Dauerschleife.

ALLE (synchron, emotional): Thomas Müller – der einzige Spieler, der Räume liest, bevor sie überhaupt gebaut wurden.

ENDE
🎬 Abspann mit einer Mischung aus Stadion-Atmo, Thomas’ Lachen und einem melancholischen Remix von „Radio Müller FM“

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