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Landesweite Anti-Trump-Proteste geplant: Über 1.000 Kundgebungen in den USA

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Am Samstag sollen in den gesamten Vereinigten Staaten über 1.000 Anti-Trump-Proteste stattfinden. Organisiert von verschiedenen Basisbewegungen, wie MoveOn, Indivisible, Women’s March und neuen Gruppen wie „50501“ (für „50 Staaten, 50 Hauptstädte, ein Tag“) wollen die Protestierenden ein starkes Zeichen gegen die Politik von Ex-Präsident Donald Trump setzen.

Laut Veranstalter*innen haben sich landesweit über 500.000 Menschen zu den Protesten angemeldet. Der größte Marsch wird in Washington, D.C. erwartet, beginnend um 12 Uhr am Washington Monument. Aber auch in kleinen Städten sind Aktionen geplant – von Fargo bis Amarillo. Ziel ist es, Proteste für alle zugänglich zu machen, ohne lange Anreisewege.

„Wir wollen, dass jeder Mensch vor die Haustür gehen und Widerstand leisten kann“, sagte Hunter Dunn von „50501“. Die Organisator*innen setzen auf die Kraft vieler Stimmen: „Wenn wir an einem Tag gemeinsam handeln, können wir eine starke Geschichte erzählen“, so Rahna Epting von MoveOn.

Die Gründe für die Unzufriedenheit sind vielfältig: Protestiert wird unter anderem gegen Trumps Umgang mit Immigrant*innen, seine Politik gegenüber trans Personen, die Entlassung tausender Bundesangestellter und Einschnitte in soziale Dienste. Auch Solidaritätsbekundungen für Palästina und die Ukraine sind Teil der Bewegung.

Allein im Februar 2025 wurden laut Crowd Counting Consortium über 2.000 Proteste in den USA gezählt – mehr als doppelt so viele wie im Februar 2017, dem ersten vollen Monat von Trumps erster Amtszeit. Dennoch blieb die mediale Aufmerksamkeit bisher geringer.

Rachel O’Leary Carmona vom Women’s March betont die Bedeutung kleiner Proteste in konservativen Regionen: „Es braucht politischen Mut, in roten Städten für Gerechtigkeit einzutreten.“

Die Proteste richten sich sowohl an die republikanische Führung als auch an die Demokraten, denen manche Gruppen zu wenig Entschlossenheit im Widerstand gegen Trump vorwerfen. Ziel sei es, eine breite Front zivilgesellschaftlichen Widerstands aufzubauen – mit Blick auf die nächsten Wahlen 2026 und 2028.

Auch Trumps Aufenthalt in Mar-a-Lago schützt ihn nicht vor dem Protest: Im Raum Palm Beach sind ebenfalls mehrere Kundgebungen geplant.

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