Die Mehrheit der Deutschen spricht sich deutlich für ein bundesweites Verbot von Lachgas für Minderjährige aus. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). Demnach befürworten 76 Prozent der Befragten, den Besitz und Verkauf des Stoffes an Kinder und Jugendliche zu verbieten.
Hintergrund der Diskussion ist der steigende Missbrauch von Lachgas – vor allem unter Jugendlichen. Das Gas, das ursprünglich als Narkosemittel oder zur Schlagsahne-Herstellung verwendet wird, wird zunehmend als Partydroge konsumiert. Dabei kann es nicht nur zu Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht führen, sondern bei regelmäßigem Gebrauch auch Nervenschäden und bleibende gesundheitliche Folgen verursachen.
In einigen Bundesländern, Kommunen und Landkreisen existieren bereits regionale Verkaufsverbote, und auch die Bundespolitik arbeitet an einer einheitlichen Regelung. Eine bundesweite gesetzliche Einschränkung gibt es bisher jedoch nicht – die Umfrageergebnisse könnten den Druck auf die Entscheidungsträger nun erhöhen.
Die KKH und andere Gesundheitsexperten fordern schon länger eine klare gesetzliche Handhabe, um den Zugang für Minderjährige zu unterbinden. Die nun veröffentlichte Umfrage zeigt: Die Gesellschaft ist bereit für ein Verbot – jetzt ist die Politik am Zug.