Am 2. April 2025 verkündete Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses das, was er selbst als „wirtschaftliche Unabhängigkeitserklärung“ bezeichnete:
Eine massive Zollerhöhung auf Importe aus nahezu allen Ländern der Welt – der Beginn eines beispiellosen globalen Handelskriegs.
Ein politisches Risiko ohne Beispiel
Trump geht damit ein gewaltiges Risiko ein:
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Er widersetzt sich ökonomischen Expertenmeinungen und historischen Lehren, etwa aus der Großen Depression der 1930er.
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Obwohl die US-Wirtschaft unter Biden stabil war (niedrige Arbeitslosigkeit, Wachstum), riskiert Trump mit seiner Zollpolitik eine Rezession.
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Trump glaubt weiterhin, dass Importzölle die Inlandsproduktion ankurbeln, obwohl dies historisch selten funktionierte und kurzfristig eher zu Preisanstiegen führt.
Wer zahlt den Preis?
Die Auswirkungen treffen vor allem:
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Geringverdiener und Mittelschicht, da Produkte wie Lebensmittel, Elektronik, Autos und Häuser teurer werden.
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Menschen mit festem Einkommen und Renten, deren Vermögenswerte durch Kursverluste an den Börsen schrumpfen.
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Auch viele Alliierte wie Australien und Entwicklungsländer wurden ohne Differenzierung mit hohen Zöllen belegt – selbst winzige Gebiete wie die Heard- und McDonald-Inseln in der Antarktis.
Kein schneller Gewinn in Sicht
Trump verspricht, die US-Industrie zurückzuholen, doch Experten glauben nicht an einen kurzfristigen Effekt:
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Neue Fabriken entstehen nicht über Nacht.
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Die angekündigten Steuersenkungen zur Kompensation der teureren Produkte würden vor allem Reiche entlasten.
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Viele Bürger könnten sich vom Konsum zurückziehen, was das Wachstum zusätzlich dämpfen würde.
Symbolik und Show – aber mit Folgen
Trump inszenierte den Tag als „historischen Wendepunkt“, seine Anhänger sehen in ihm den letzten Verteidiger der arbeitenden Klasse.
Doch gleichzeitig:
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Verabschiedet sich die USA vom freien Welthandelssystem, das sie selbst aufgebaut hat.
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Könnte Trump den Demokraten eine Steilvorlage für die Wahlen 2026 und 2028 geliefert haben:
Höhere Preise, ein wackelnder Arbeitsmarkt und Börseneinbrüche sind schwer zu verteidigen – auch mit MAGA-Hüten und starken Worten.
Fazit:
Trump hat mit den neuen Zöllen einen entscheidenden Moment geschaffen – entweder als Beginn einer neuen Wirtschaftsära oder als Auslöser einer wirtschaftlichen Katastrophe.
Wie auch immer es ausgeht: Niemand wird diesen Tag vergessen.