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Solide Bilanz und stabiles Ergebnis: Windpark Freren-Bardel GmbH & Co. KG überzeugt im Geschäftsjahr 2023 mit guter Liquidität und nachhaltiger Ertragslage
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Solide Bilanz und stabiles Ergebnis: Windpark Freren-Bardel GmbH & Co. KG überzeugt im Geschäftsjahr 2023 mit guter Liquidität und nachhaltiger Ertragslage

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresabschluss der Windpark Freren-Bardel GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2023 zeigt ein solides wirtschaftliches Fundament mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung. Das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital blieb mit 6 Mio. Euro unverändert zum Vorjahr bestehen und deckt rund 25 % der Bilanzsumme ab. Dies ist für einen projektfinanzierten Windpark ein akzeptabler Wert, wenngleich eine höhere Eigenkapitalquote die wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken würde.

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,75 Mio. Euro auf 17,69 Mio. Euro gesunken. Dies ist vor allem auf die planmäßigen Abschreibungen der Windenergieanlagen zurückzuführen. Die hohe Anlagenintensität – rund 73 % der Bilanzsumme – ist bei einem Windpark nicht ungewöhnlich, da der überwiegende Teil der Mittel in die langlebige Infrastruktur investiert ist.

Das Umlaufvermögen, insbesondere die liquiden Mittel, bleibt mit rund 5,6 Mio. Euro auf einem hohen Niveau. Dies deutet auf eine gute Liquiditätslage hin, die auch durch die Liquiditätskennziffern bestätigt wird. Die Liquidität 2. und 3. Grades beträgt zum Jahresende 2023 rund 202 %, was bedeutet, dass die Gesellschaft ihre kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen problemlos bedienen kann.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Mio. Euro auf 17,16 Mio. Euro gesunken. Insbesondere die langfristigen Bankverbindlichkeiten wurden weiter getilgt. Diese werden durch marktübliche Sicherheiten wie Grundschulden, Abtretungen von Forderungen und Verpfändungen abgesichert. Eine besondere Verbindlichkeit besteht in der Rückbauverpflichtung der Windenergieanlagen, die in den sonstigen Rückstellungen mit rund 369 Tsd. Euro ausgewiesen ist. Diese vorausschauende Rückstellung ist aus Anlegersicht positiv zu bewerten, da sie eine realistische Bewertung langfristiger Verpflichtungen signalisiert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von rund 2,18 Mio. Euro (Vorjahr: 2,53 Mio. Euro). Der Rückgang der Umsatzerlöse von 6,1 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro ist vor allem auf den gesunkenen Marktwert der Windenergie zurückzuführen, konnte jedoch durch geringere betriebliche Aufwendungen und stabile Abschreibungen teilweise kompensiert werden. Positiv hervorzuheben ist, dass die Gesellschaft erneut ein Power Purchase Agreement (PPA) abschließen konnte, dessen Preis oberhalb der gesetzlichen EEG-Vergütung lag. Dies führte zu einer besseren Erlössituation als ursprünglich geplant. Die Kostenstruktur blieb weitgehend stabil, wobei insbesondere die Geschäftsführungs- und Wartungskosten nennenswerte Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen darstellen.

Aus Sicht der Kapitaldienstfähigkeit zeigt sich die Gesellschaft solide aufgestellt. Die langfristigen Darlehen zur Anlagenfinanzierung wurden fristenkongruent abgeschlossen. Die Rückführung der Kredite erfolgt planmäßig, und die Zinssituation war trotz des allgemeinen Zinsanstiegs noch nicht belastend für das Finanzergebnis. Das Unternehmen erwirtschaftete 2023 ein positives Betriebsergebnis von rund 2,8 Mio. Euro, woraus sich eine komfortable Bedienung des Kapitaldienstes ergibt.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Windpark Freren-Bardel GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2023 trotz leicht sinkender Umsatzerlöse wirtschaftlich stabil geblieben ist. Die solide Kapitalausstattung, die hohe Liquidität und der positive Jahresüberschuss sprechen für eine weiterhin tragfähige Geschäftsgrundlage. Risiken bestehen – wie bei allen Windparks – vor allem in der langfristigen Windverfügbarkeit, regulatorischen Änderungen sowie möglichen technischen Ausfällen. Diese Risiken wurden jedoch angemessen adressiert, etwa durch Wartungsverträge, Rückstellungen und konservative Annahmen in der Wirtschaftlichkeitsprognose.

Aus Anlegersicht erscheint das Engagement daher weiterhin vertretbar. Die Gesellschaft weist eine transparente Struktur auf, kommt ihren vertraglichen Verpflichtungen nach und zeigt auch im Bericht eine verantwortungsvolle Geschäftsführung. Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch im Blick behalten, wie sich der Marktwert von Windstrom weiterentwickelt und ob die Gesellschaft auch zukünftig PPA-Verträge zu vorteilhaften Konditionen abschließen kann.

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