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Siemens baut Life-Sciences-Geschäft aus: Übernahme von Dotmatics für 5,1 Milliarden Dollar

stux (CC0), Pixabay

Der deutsche Technologiekonzern Siemens hat den US-amerikanischen Softwareanbieter Dotmatics übernommen und damit einen bedeutenden Schritt zur Stärkung seines Geschäftsbereichs Life Sciences vollzogen. Der Kaufpreis liegt bei 5,1 Milliarden US-Dollar. Siemens baut mit dieser Akquisition seine Position in einem der wachstumsstärksten und zugleich digitalisierungsoffensten Industriesegmente gezielt aus.

Dotmatics, mit Hauptsitz in den USA, ist ein führender Anbieter von cloudbasierter Software für Forschung und Entwicklung in der Biowissenschaftsbranche. Das Unternehmen bietet Lösungen, die es Pharma-, Biotech- und Chemieunternehmen ermöglichen, ihre F&E-Prozesse zu digitalisieren und effizienter zu gestalten – angefangen bei der Datenerfassung über die Analyse bis hin zur Entscheidungsunterstützung. Die Plattform von Dotmatics vernetzt Wissenschaftler, automatisiert Prozesse und sorgt für eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einem hochregulierten Umfeld wie dem der Life Sciences.

Laut Siemens wird Dotmatics im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich mehr als 300 Millionen US-Dollar Umsatz erzielen. Darüber hinaus sei das Unternehmen hochprofitabel, was es für Siemens auch wirtschaftlich attraktiv macht. Dotmatics soll künftig Teil des Geschäftsbereichs Digital Industries Software werden und dort das bestehende Portfolio rund um datengestützte F&E-Prozesse erweitern.

Siemens-CEO Roland Busch äußerte sich in einer Mitteilung zu dem Schritt: „Mit der Akquisition von Dotmatics stärken wir strategisch unsere Position im Bereich Life Sciences. Dieser Markt wächst dynamisch und ist ein zentraler Pfeiler unserer langfristigen Wachstumsstrategie im Bereich digitaler Industrieanwendungen.“

Die Life-Sciences-Branche steht weltweit vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits wächst der Innovationsdruck in der Medikamentenentwicklung, andererseits steigen die regulatorischen Anforderungen. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung enorme Chancen, Entwicklungszeiten zu verkürzen, Forschungskosten zu senken und neue Therapien schneller zur Marktreife zu bringen. Hier setzt Siemens mit der Integration von Dotmatics gezielt an: durch die Verbindung von Automatisierung, Datenanalyse, KI und branchenspezifischem Prozesswissen.

Die Übernahme ist nicht nur ein technologischer, sondern auch ein strategischer Schritt. Siemens positioniert sich damit als Schlüsselakteur in der digitalen Transformation der Life Sciences, einem Bereich mit hohem Zukunftspotenzial. Für Investoren und Marktbeobachter ist der Deal ein deutliches Signal, dass Siemens weiterhin konsequent auf zukunftsorientierte, margenstarke Wachstumsfelder setzt.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Die Integration von Dotmatics in die Siemens-Welt dürfte nach deren Erteilung zeitnah beginnen.

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