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Analyse des Jahresabschlusses 2023 der Windpark Stroga GmbH & Co. KG – Erste Schritte eines Windparkprojekts mit schlanker Struktur

geralt (CC0), Pixabay

Die Windpark Stroga GmbH & Co. KG hat für den Zeitraum vom 6. Dezember bis zum 31. Dezember 2023 erstmals einen Jahresabschluss vorgelegt. Aufgrund des kurzen Geschäftsjahres und des Projektstarts ist das Zahlenwerk noch sehr übersichtlich – ein typischer Befund für die Anfangsphase einer Windparkgesellschaft. Dennoch bietet die Bilanz einen ersten Einblick in die Kapitalausstattung und organisatorische Aufstellung des Unternehmens.

Projektgesellschaft in der Vorbereitungsphase

Mit einer Bilanzsumme von lediglich 5.068,07 Euro handelt es sich bei der Windpark Stroga GmbH & Co. KG eindeutig um eine neu gegründete Projektgesellschaft, deren operatives Geschäft – etwa Bau, Finanzierung oder Netzanschluss – zum Bilanzstichtag noch nicht begonnen hatte. Das wird auch dadurch unterstrichen, dass es keinerlei Anlagevermögen gibt. Der gesamte Vermögensbestand besteht aus kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten.

Eigenkapital bereits eingebracht – solide Grundlage für Projektanlauf

Erfreulich aus Anlegersicht ist, dass die Gesellschafter bereits Eigenkapital eingebracht haben. Die Kapitalanteile der Kommanditisten belaufen sich auf 3.434,80 Euro – ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft nicht nur formal gegründet, sondern mit ersten Mitteln ausgestattet wurde. Zusammen mit Rückstellungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich ein stabiler, wenn auch noch kleiner Finanzrahmen.

Rückstellungen deuten auf erste Planungs- oder Gründungskosten hin

Die Rückstellungen in Höhe von 1.200 Euro dürften im Zusammenhang mit ersten administrativen Aufwendungen stehen – etwa für Steuerberatung, Vertragsprüfungen oder Vorlaufkosten der Gründung. In der Startphase solcher Projektgesellschaften ist dies üblich. Die Verbindlichkeiten (433,27 Euro) unterstreichen, dass bereits externe Leistungen in Anspruch genommen wurden.

Struktur und Führung innerhalb einer Beteiligungskette

Die alleinige persönlich haftende Gesellschafterin ist die TEP Beteiligungs GmbH, ebenfalls mit Sitz in Berlin. Diese fungiert auch als Geschäftsführerin. Mit der Doppelfunktion über eine Beteiligungsgesellschaft wird klar, dass die Windpark Stroga GmbH & Co. KG Teil einer größeren Projektentwicklungsstruktur ist. Die beiden Geschäftsführer Jan Teut und Hinnerk Lange stehen dabei für die organisatorische Führung und Projektumsetzung.
Fazit aus Anlegersicht:

Die Windpark Stroga GmbH & Co. KG befindet sich zum Stichtag des Jahresabschlusses noch ganz am Beginn ihrer Tätigkeit. Es handelt sich um eine typische Vorbereitungsphase, in der der Fokus auf rechtlicher Gründung, Kapitalbereitstellung und Organisation liegt. Die Bilanz weist keine operativen Risiken auf, sondern lediglich die Grundlagen einer Projektgesellschaft.

Die Kapitalausstattung ist dem Entwicklungsstadium angemessen. Aus Investorensicht bleibt vorerst abzuwarten, wann und in welchem Umfang das operative Windparkgeschäft aufgenommen wird – also etwa Grundstückssicherung, Baugenehmigungen, Netzanschlussverträge oder Beteiligungen an Betreibergesellschaften.

Solange sich das Projekt in dieser frühen Phase befindet, besteht kein konkretes Investitions- oder Ausfallrisiko, aber auch noch kein unmittelbares wirtschaftliches Potenzial. Insofern ist Transparenz über die weitere Entwicklung entscheidend – insbesondere über die Finanzierungsstruktur, künftige Einnahmequellen und Projektfortschritte.

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