Nach zweieinhalb intensiven Jahren geht eine Ära bei RB Leipzig zu Ende: Marco Rose ist nicht mehr Trainer des Vereins. Die Trennung nach dem 0:1 in Gladbach mag sportlich nachvollziehbar sein – doch sie verdient vor allem eines: Respekt für das Geleistete und ein großes Dankeschön.
Zwei Titel – und viele Momente
DFB-Pokal 2022. Supercup 2023.
Schon allein diese beiden Trophäen sichern Marco Rose einen festen Platz in der Vereinsgeschichte. Aber es war mehr als nur Silberware: Unter Rose spielte Leipzig streckenweise begeisternden Fußball – temporeich, mutig, unangenehm. Er führte den Klub regelmäßig in die Königsklasse und prägte das Spiel mit seinem klaren Stil. In 125 Pflichtspielen holte er 70 Siege – eine starke Bilanz.
Ein Trainer, der Leipzig verstanden hat
Rose war nicht nur Trainer – er war Identifikationsfigur. Geboren in Leipzig, verstand er den Verein, die Stadt, die DNA des Klubs wie kaum ein anderer. Er lebte den Job mit Leidenschaft und Authentizität. Auch in schwierigen Phasen – Verletzungswellen, Formkrisen, interner Umbruch – stellte er sich stets vor seine Mannschaft. Das ist nicht selbstverständlich.
Kein einfacher Arbeitsplatz
Zur Wahrheit gehört: Die Bedingungen waren alles andere als leicht. Fünf (!) sportlich Verantwortliche während seiner Amtszeit, immer wieder neue Kaderstrukturen, Transfers in alle Richtungen. Dass unter diesen Umständen kein langfristiger Umbruch gelang, ist nicht allein Roses Verantwortung.
Ein sauberer Abgang
Es ist selten im Profifußball, aber: Rose geht ohne Groll, ohne Theater. Er war am Sonntagmorgen wie gewohnt am Trainingsgelände – professionell bis zum letzten Moment. Auch das verdient Anerkennung.
Fazit: Mehr als nur ein Trainer
Marco Rose hat RB Leipzig sportlich vorangebracht, emotional geprägt – und wird als Pokalsieger, Supercupsieger und Lokalpatriot in Erinnerung bleiben. Dass es nun sportlich nicht mehr gereicht hat, ändert nichts daran, dass er in Leipzig Spuren hinterlassen hat.
Danke, Marco Rose. Für Deine Arbeit. Deinen Stil. Deinen Charakter.
Alles Gute für das, was kommt! Leipzig wird dich nicht vergessen.