Dark Mode Light Mode

Reiseunfall vor Hurghada: Sechs russische Touristen sterben bei U-Boot-Unglück

bernswaelz (CC0), Pixabay

Ein tragisches Unglück ereignete sich am Donnerstagmorgen vor der Küste der ägyptischen Ferienregion Hurghada: Ein touristisches Unterseeboot sank während einer Ausflugsfahrt – sechs russische Urlauber kamen dabei ums Leben. Das teilte der Gouverneur der Region Rotes Meer, Generalmajor Amr Hanafy, auf der offiziellen Facebook-Seite des Gouvernements mit.

An Bord des U-Boots, das von der Firma Sindbad Submarines betrieben wurde, befanden sich insgesamt 45 Passagiere aus Russland, Indien, Norwegen und Schweden sowie fünf ägyptische Crew-Mitglieder. Die übrigen Gäste konnten laut Hanafy gerettet werden, vier von ihnen befinden sich jedoch in kritischem Zustand auf Intensivstationen.

Der Unfall geschah laut dem russischen Konsulat in Hurghada rund einen Kilometer vom Ufer entfernt gegen 10 Uhr Ortszeit. Das U-Boot war auf einer regulären Tour, bei der Touristen die Korallenriffe des Roten Meeres bestaunen konnten.

Noch ist unklar, was zu dem Unglück führte. Erste Untersuchungen wurden eingeleitet. Nach offiziellen Angaben verfügte das U-Boot über eine gültige Betriebslizenz, und der leitende Crew-Mitglied hatte die erforderlichen Qualifikationen. In einem veröffentlichten Video ist zu sehen, wie Gouverneur Hanafy Verletzte in örtlichen Krankenhäusern besucht.

Sicherheit unter der Lupe

Die Betreiberfirma wirbt auf ihrer Website mit „jahrelanger Erfahrung“ und betont, ihre U-Boote seien in Finnland konstruiert worden, um einem Unterwasserdruck von bis zu 75 Metern standzuhalten. Normalerweise tauchen die Boote bis zu 25 Meter tief, mit einer Fahrtzeit von etwa 40 Minuten. Dabei sollen rund 500 Meter Korallenriff erkundet werden können – bequem aus einer klimatisierten Kabine mit großen Sichtfenstern und TV-Monitoren für die Passagiere.

Obwohl das Wetter zum Zeitpunkt des Vorfalls ruhig war – bei 30 °C und schwachem Wind – erinnert das Unglück an ähnliche Vorfälle in der Region. Erst im November verschwanden mindestens 16 Menschen, als ein Touristenschiff bei schwerem Seegang sank.

Die ägyptische Tourismusbranche ist auf Sicherheit und Vertrauen angewiesen – Vorfälle wie dieser werfen Fragen auf. Das ägyptische Tourismusministerium wurde von CNN um eine Stellungnahme gebeten, blieb jedoch bislang eine Antwort schuldig.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Grönland – Zwischen Eisbergen, Polarlichtern und politischem Sturm

Next Post

Trauminsel sucht Führungskraft – Wangerooge schreibt Bürgermeisterstelle aus