Das verheerende Erdbeben der Stärke 7,7, das am Freitag Myanmar erschütterte, hat über 100 Menschenleben gefordert, Hunderte verletzt und massive Zerstörung hinterlassen. In Bangkok (Thailand) stürzte sogar ein Hochhaus ein, zahlreiche Menschen wurden unter Trümmern vermisst.
Auf der Magnituden-Skala gelten Beben über Stärke 7,0 als „groß“, ab 8,0 als „massiv“ – mit katastrophalen Folgen für Infrastruktur und Leben.
Im Vergleich dazu: Diese zehn Beben seit 1900 gelten laut US Geological Survey (USGS) als die stärksten jemals gemessenen Erdbeben weltweit:
🔟 Indischer Ozean (Sumatra) – 11. April 2012
Magnitude: 8,6
Zwei starke Erdstöße vor Indonesien – spürbar in Sumatra, Java und Südostasien. Mindestens 10 Todesopfer, eine lokale Tsunamiwarnung wurde ausgelöst.
9️⃣ Assam-Tibet (Indien/China) – 15. August 1950
Magnitude: 8,6
Über 1.500 Tote, viele starben bei Folgeereignissen wie Dammbrüchen und Erdrutschen.
8️⃣ Rat Islands (Alaska, USA) – 4. Februar 1965
Magnitude: 8,7
Ein starkes Beben mit nachfolgendem Tsunami. Keine Todesopfer, aber große Sachschäden.
7️⃣ Ecuador-Kolumbien – 31. Januar 1906
Magnitude: 8,8
Zwischen 500 und 1.500 Tote durch Beben und Tsunami. Die Wellen erreichten sogar Hilo (Hawaii) 12 Stunden später.
6️⃣ Chile (Quirihue) – 27. Februar 2010
Magnitude: 8,8
Über 500 Tote, 800.000 Menschen obdachlos, 12.000 Verletzte. Tsunami-Schäden reichten bis Kalifornien.
5️⃣ Kamtschatka (Russland) – 4. November 1952
Magnitude: 9,0
Mindestens 4.000 Tote. Der Tsunami verursachte Schäden in Russland, Hawaii und tötete u. a. sechs Kühe auf den Inseln.
4️⃣ Japan (Tohoku) – 11. März 2011
Magnitude: 9,1
Über 18.000 Tote, massive Tsunami-Zerstörung, Fukushima-Katastrophe, über 100.000 Häuser zerstört. Schäden auch in Hawaii, Kalifornien, Peru.
3️⃣ Sumatra-Andamanen (Indischer Ozean) – 26. Dezember 2004
Magnitude: 9,1
Der Tsunami forderte über 283.000 Todesopfer in 10 Ländern, über 1 Million Menschen obdachlos – das tödlichste Beben-Tsunami-Ereignis der Neuzeit.
2️⃣ Alaska (Karfreitagsbeben) – 28. März 1964
Magnitude: 9,2
131 Tote, massive Zerstörungen in Städten wie Anchorage. Schäden über 2 Milliarden Dollar.
1️⃣ Valdivia, Chile – 22. Mai 1960
Magnitude: 9,5 (stärkstes jemals gemessenes Beben)
1.655 Tote in Chile, Schäden durch Tsunamis bis nach Hawaii, Japan, den Philippinen und Kalifornien. Über 2 Millionen Menschen obdachlos.
Fazit:
Das aktuelle Beben in Myanmar gehört mit einer Stärke von 7,7 zwar nicht zu den größten in der Geschichte, aber es hat das Potenzial, in einem ohnehin durch Krieg und humanitäre Notlagen geschwächten Land katastrophale Folgen zu hinterlassen. Die globale Erdbebenstatistik zeigt: Naturgewalten dieser Größenordnung fordern immer wieder unvorstellbare Opfer – und erinnern an die Notwendigkeit schneller Hilfe und langfristiger Resilienz.