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Grönland – Zwischen Eisbergen, Polarlichtern und politischem Sturm

Kaufdex (CC0), Pixabay

Grönland – für viele bisher ein blinder Fleck auf der Landkarte. Doch seit US-Präsident Trump erneut laut über eine mögliche Übernahme der größten Insel der Welt nachdenkt und sein Vizepräsident JD Vance demonstrativ eine US-Militärbasis besucht hat, steht das arktische Eiland im internationalen Rampenlicht.

Dabei ist Grönland viel mehr als nur ein geopolitisches Spielfeld: Es ist eine faszinierende Welt aus Eis, Stille und jahrtausendealter Inuit-Kultur. Wer sich auf die Reise dorthin wagt, wird mit einem Naturerlebnis belohnt, das seinesgleichen sucht.

Ankunft am Rand der Welt

Noch bis vor Kurzem war die Anreise mühsam, doch seit der Eröffnung des neuen Flughafens in Nuuk Ende 2024 wird alles einfacher. Ab Sommer 2025 fliegt United Airlines zweimal pro Woche direkt von Newark (USA) in die grönländische Hauptstadt. Bis 2026 sollen weitere internationale Flughäfen in Qaqortoq und Ilulissat folgen – Letzteres ist der heimliche Tourismus-Hotspot der Insel.

Eisberge, Wale und Craft Beer

Ilulissat, eine charmante Hafenstadt an der Westküste, ist berühmt für ihren Eisfjord – ein UNESCO-Weltnaturerbe. Hier kalben Gletscher gigantische Eisberge ins Disko-Bucht-System, die wie lautlose Geisterschiffe durch die Arktis treiben. Bootstouren führen nah an diese Eisgiganten heran – aber nicht zu nah, wie Kapitän David Karlsen warnt: „Einmal brach ein Eisberg neben mir auseinander – die Welle war gewaltig!“

Auch Wale fühlen sich hier wohl: Von Juni bis September kann man Buckelwale, Minkwale und sogar Finnwale beobachten – ein Spektakel für Naturfreunde.

Tradition trifft Abenteuer

Grönland ist kein klassisches Reiseziel – und das ist seine Stärke. Im Osten liegt Ittoqqortoormiit, ein abgelegenes Dorf, neun Monate im Jahr vom Eis eingeschlossen. Hier lebt man noch nach alten Traditionen: Jagen, Fermentieren, Vorrat anlegen.

Im Winter lockt die Insel mit Polarlichtern, Hundeschlittentouren, Schneemobilen und sogar Iglubauen. Wer’s sportlich mag, wagt sich auf den Arctic Circle Trail oder zum Heliskiing auf dem Inlandeis.

Eine Reise in die Wildnis – und in die Zukunft

Grönland verändert sich. Das Eis schmilzt, das Interesse wächst – politisch wie touristisch. Doch wer heute reist, begegnet einem Land voller Ursprünglichkeit, Weite und rauer Schönheit. Noch ist Grönland kein Touristenziel wie Island – aber genau das macht es so besonders.

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