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Hilfswerk in der Krise: Resonanzen e.V. unter vorläufiger Insolvenzverwaltung gestellt

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Aktenzeichen: IN 365/25 – Amtsgericht Nürnberg

Ein tragischer Wendepunkt für ein gemeinnütziges Projekt mit edlem Ziel: Der Verein Resonanzen e.V. – Hilfswerk für Unternehmer in Not, mit Sitz in der Schweinauer Hauptstraße 59, 90441 Nürnberg, sieht sich gezwungen, den Weg in ein Insolvenzverfahren zu gehen. Das Amtsgericht Nürnberg hat daher am 28. März 2025 um 07:00 Uhr die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet, um das Vermögen des Vereins vor nachteiligen Veränderungen zu schützen.

Der Verein, eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter VR 202954, wird durch die Vorsitzende Larissa Michelis (geb. Volz) vertreten. Sein satzungsmäßiger Zweck – Unterstützung für Unternehmerinnen und Unternehmer in schwierigen Lebenslagen – verleiht diesem Fall eine besondere Tragik: Ein Hilfswerk, das andere auffangen wollte, droht nun selbst wirtschaftlich zu scheitern.

Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Annemarie Hafner aus Nürnberg bestellt. Ihre Kanzlei in der Königstorgraben 3 ist mit der Aufgabe betraut, das Vereinsvermögen zu sichern, die wirtschaftliche Lage zu durchleuchten und über das mögliche weitere Verfahren zu wachen.

Verfügungen des Vereins über Vermögenswerte – auch das Einziehen offener Außenstände – sind ab sofort nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung der Insolvenzverwalterin wirksam. Darüber hinaus wurde dem Verein untersagt, selbstständig Außenstände einzuziehen, um eine mögliche Benachteiligung von Gläubigern oder eine unkontrollierte Auflösung von Mitteln zu verhindern.

Mit dem Verfahren unter dem Aktenzeichen IN 365/25 tritt der Verein in eine rechtlich geregelte Phase der Unsicherheit, aber auch der Transparenz. Der Beschluss soll zunächst sicherstellen, dass vorhandenes Vermögen erhalten bleibt und nicht durch weitere Verfügungen geschmälert wird.

Wie es weitergeht – ob eine Sanierung, eine geordnete Abwicklung oder vielleicht ein Neuanfang möglich ist – wird die Prüfung durch die Insolvenzverwalterin in den kommenden Wochen zeigen. Für die Unterstützer des Vereins, aber auch für die von seiner Arbeit Abhängigen, bedeutet dieser Schritt zunächst eine Zeit des Hoffens und Bangens.

Ein Hilfswerk für andere steht nun selbst unter Schutz – in der Hoffnung, dass seine Vision und sein Engagement nicht gänzlich verloren gehen.

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