Im mysteriösen Fall um den Tod des zweijährigen Emile aus Frankreich sind die zuletzt festgenommenen Familienangehörigen wieder freigelassen worden. Wie französische Medien berichten, wurden die Großeltern, eine Tante und ein Onkel des Jungen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Staatsanwaltschaft in Aix-en-Provence bestätigte die Entscheidung, ohne nähere Angaben zu den Hintergründen zu machen.
Der Fall hatte im Sommer 2023 ganz Frankreich erschüttert: Emile verschwand spurlos im Bergdorf Le Vernet, wo er bei seinen Großeltern die Ferien verbringen wollte. Wochenlange Suchaktionen mit Hubschraubern, Drohnen und Spürhunden verliefen ergebnislos – bis fast ein Jahr später eine Spaziergängerin in einem nahegelegenen Waldstück den Schädel des Kindes entdeckte. Der Fundort befindet sich nur rund 2,5 Kilometer vom Haus der Großeltern entfernt.
Trotz intensiver Ermittlungen bleibt die Todesursache unklar, auch Hinweise auf Fremdverschulden ließen sich bislang nicht zweifelsfrei belegen. Die vorübergehende Inhaftierung von Familienmitgliedern hatte neue Spekulationen entfacht – mit ihrer Freilassung rückt die Wahrheit nun jedoch wieder in weitere Ferne. Die französischen Ermittlungsbehörden setzen ihre Untersuchungen fort.