Die Landwirtschaft in den USA steht vor einer ungewissen Zukunft. Politische Entscheidungen haben Subventionen eingefroren, Handelsbeziehungen erschüttert und wichtige Hilfsprogramme gestoppt – genau zu einem Zeitpunkt, an dem neue Investitionen und Kredite benötigt werden.
Schon am ersten Tag der neuen Regierung wurden Milliardenbeträge für Schuldenerlasse und Umweltprogramme im Agrarsektor ausgesetzt. Zudem sorgt die Ankündigung neuer Zölle auf Importe aus Mexiko, Kanada und China für Unruhe. Die Auswirkungen sind in ländlichen Regionen deutlich zu spüren: Ohne klare Marktaussichten und gesicherte Kredite drohen Produktionsausfälle und finanzielle Engpässe.
Viele Betriebe stehen kurz vor der Pflanzsaison vor großen Unsicherheiten. Getreidesilos sind voll, der Absatz stockt, und Banken zögern, neue Kredite zu gewähren. Die üblichen staatlichen Verträge für Agrarprodukte sind ausgeblieben, was die Planung erheblich erschwert.
In Reaktion auf die wachsenden Proteste wurde eine begrenzte Auszahlung bereits zugesagter Hilfsgelder angekündigt. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Die Frage, wie sich die Handelspolitik und der Rückzug staatlicher Programme langfristig auf die Agrarwirtschaft auswirken werden, bleibt offen.