In einer Begegnung, die mehr an eine Mischung aus Diplomatie und Comedy erinnerte, trafen sich US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Sir Keir Starmer zum ersten Mal im Weißen Haus. Zwischen „schönen Akzenten“, Handelsverhandlungen und der plötzlichen Amnesie Trumps über seine eigenen Aussagen ergaben sich einige denkwürdige Momente.
1. Überraschung! Der König schreibt Trump persönlich
Starmer wollte Trump nicht mit leeren Händen treffen – und so zauberte er eine offizielle Einladung von König Charles III. aus der Tasche. Trump, sichtlich überrascht, fragte:
„Soll ich das jetzt laut vorlesen?“
Nachdem er sich eine Minute Zeit genommen hatte, erklärte er, dass er die Einladung ehrenvoll annehme und den britischen Monarchen als „wundervollen Mann“ bezeichnete.
Ob er sich daran erinnern wird, bleibt fraglich – aber das britische Königshaus kann sich schon mal auf einen Besuch mit viel Covfefe einstellen.
2. Trump übernimmt – natürlich – die Kontrolle
Wie bei jedem Treffen mit internationalen Staatschefs zeigte Trump, wer das Sagen hat. Schon bei der Begrüßung im Oval Office lehnte er sich demonstrativ nach vorne, dominierte das Gespräch und entschied höchstpersönlich, welcher Reporter als nächstes sprechen durfte.
Während Starmer einen neutralen und diplomatischen Ton anschlug, lobte Trump dessen „wunderschönen britischen Akzent“ und machte klar, dass er sich hier als Chef des Gesprächs sieht. Als ein Reporter nach seiner Idee fragte, Kanada zum 51. US-Bundesstaat zu machen, versuchte Starmer elegant auszuweichen. Doch Trump schnitt ihm das Wort ab mit einem schnellen:
„Das reicht.“
So viel zur freien Rede.
3. „Wir lieben unser Land“ – Das ist die Gemeinsamkeit
Trump und Starmer könnten politisch kaum unterschiedlicher sein. Doch auf die Frage nach ihren Gemeinsamkeiten antwortete Trump gewohnt schlicht:
„Er liebt sein Land – ich auch.“
Diese bahnbrechende Erkenntnis sorgt sicherlich für schlaflose Nächte in der Politikwissenschaft.
4. Starmer ein harter Verhandler? Trump bleibt unbeeindruckt
Eines der Hauptthemen des Treffens war die Bedrohung von Handelszöllen, die Trump gerne gegen den UK verhängen würde. Starmer versuchte, ihn davon abzubringen – mit mäßigem Erfolg.
„Er hat es versucht! Er hat hart gearbeitet, das kann ich Ihnen sagen. Er hat sich sein Gehalt wirklich verdient.“
Ob das ein Kompliment oder eine versteckte Abfuhr war, bleibt unklar. Immerhin ließ Trump durchblicken, dass ein Handelsabkommen möglich sei – falls er Lust darauf hat.
5. Trump mag das Chagos-Deal – weil er „ein gutes Gefühl“ hat
Die Verhandlungen über die Chagos-Inseln, ein britisches Überseegebiet mit einer US-Militärbasis, stehen seit Trumps Amtsübernahme auf der Kippe. Republikaner befürchten, dass China profitieren könnte.
Aber Trump? Der entscheidet nach Bauchgefühl:
„Ich habe das Gefühl, dass das sehr gut laufen wird.“
Mit dieser fundierten geopolitischen Analyse kann ja nichts mehr schiefgehen.
6. Trumps plötzliche Amnesie über Zelensky
Letzte Woche nannte Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelensky einen „Diktator“. Doch als ein BBC-Reporter ihn darauf ansprach, kam eine Antwort, die in die Geschichtsbücher eingehen könnte:
„Habe ich das gesagt? Ich kann nicht glauben, dass ich das gesagt habe.“
Ja, das Internet kann es auch nicht glauben – aber leider hat es ein Gedächtnis.
Ein paar Stunden später hatte Trump seine Meinung über Zelensky plötzlich geändert. Nun war er „sehr mutig“ und das anstehende Treffen „sehr vielversprechend“.
Bleibt nur abzuwarten, welche Meinung er nächste Woche hat.
7. Starmer verteidigt britische Meinungsfreiheit gegen Trumps Vize
US-Vizepräsident JD Vance kritisierte die britische Politik und behauptete, dass die Meinungsfreiheit in Europa in Gefahr sei. Trump ließ ihn persönlich darauf antworten – doch Starmer konterte souverän:
„Wir haben seit sehr, sehr langer Zeit Meinungsfreiheit in Großbritannien – und das wird auch so bleiben.“
Eine elegante Art zu sagen: „Danke, aber wir brauchen keine Belehrungen von euch.“
Fazit: Mehr Show als Substanz
Das Treffen zwischen Trump und Starmer hatte alles: überraschende Briefe, vergessene Beleidigungen, Handelsdrohungen und vage Bauchgefühle.
Ob sich daraus konkrete Politik ergibt? Fraglich. Doch eine Sache ist sicher: Die Weltpolitik bleibt unterhaltsam – solange Trump am Mikrofon steht.