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Pressekonferenz zwischen Trump und Selenskyj nach hitzigem Treffen abgesagt

anaterate (CC0), Pixabay

Zusammenfassung der Ereignisse:

  • Eskalation im Oval Office: Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geriet heute in eine lautstarke Auseinandersetzung. Trump kritisierte Selenskyj scharf, während Vizepräsident J.D. Vance infrage stellte, ob Selenskyj genügend Dankbarkeit für die US-Unterstützung gezeigt habe.
  • Kein Rohstoff-Deal: Ursprünglich war geplant, eine Vereinbarung über die Nutzung ukrainischer Bodenschätze durch die USA zu unterzeichnen. Nach dem Streit wurde das Abkommen jedoch nicht abgeschlossen. Zudem wurde die geplante gemeinsame Pressekonferenz abgesagt. Trump erklärte, Selenskyj könne zurückkehren, „wenn er bereit für Frieden ist.“
  • Massenentlassungen: Die Trump-Regierung setzt ihre Umstrukturierung der Bundesbehörden fort. Nachdem bereits rund 800 Mitarbeiter der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) entlassen wurden, könnten heute weitere Stellenstreichungen folgen. Gleichzeitig stoppte ein Bundesrichter die Massenkündigungen in einigen anderen Bundesbehörden.

Trump ließ Selenskyj aus dem Weißen Haus weisen

Nach der eskalierten Auseinandersetzung im Oval Office zog sich Trump mit seinen engsten Beratern zurück, darunter Vizepräsident J.D. Vance, Außenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent.

Laut einem Regierungsbeamten entschied Trump schließlich, dass Selenskyj „nicht in der Lage sei zu verhandeln“ und beauftragte Rubio sowie seinen Sicherheitsberater Mike Waltz, Selenskyj die Anweisung zu geben, das Weiße Haus zu verlassen.

Üblicherweise werden ausländische Delegationen in einem separaten Raum untergebracht, bevor sie erneut mit dem US-Präsidenten zusammentreffen – oft zum Mittagessen. Doch für Selenskyj und sein Team gab es kein Mittagessen im Weißen Haus. Während das vorbereitete Essen in einem Nebenraum stehen blieb, wurde die ukrainische Delegation angewiesen, das Gebäude zu verlassen.

Ein US-Beamter sagte, dass die Ukrainer protestierten und die Gespräche fortsetzen wollten, aber ihnen wurde unmissverständlich klargemacht: „Nein.“

Kurz darauf verließ Selenskyj das Weiße Haus.


Trump ordnete Selenskyjs Rauswurf an

Von CNN-Reportern Kevin Liptak und Kit Maher

Nach dem hitzigen Wortwechsel im Oval Office wurden die beiden Delegationen zunächst in getrennte Räume geführt. Während die Ukrainer weiterverhandeln wollten, ließ das Weiße Haus keine Zweifel: Die Gespräche waren beendet.

Ein Regierungsbeamter bestätigte, dass Trump persönlich anordnete, dass die Ukrainer zum Gehen aufgefordert werden.


Selenskyjs Kleidung und Auftreten sorgten für Irritationen

Ein US-Beamter, der das Treffen beobachtete, äußerte sich zu einem ungewöhnlichen Detail: Selenskyjs Outfit.

Als Selenskyj aus seinem Fahrzeug stieg, trug er – wie gewohnt – sein olivgrünes Militärshirt anstelle eines Anzugs.

Ein Regierungsmitarbeiter sagte CNN: „Ich weiß, dass das sein Markenzeichen ist, aber dieser Moment war anders.“

Ein anderer Beamter kritisierte Selenskyjs Haltung in den Gesprächen:
„Sobald Vizepräsident Vance sich setzte, hätte Selenskyj eine weitaus versöhnlichere Haltung einnehmen sollen. Es geht um die Zukunft seines Landes. Das war nicht der Moment, um sich zu streiten oder den Präsidenten öffentlich zu korrigieren.“

Ein Journalist fragte Selenskyj, warum er in der höchsten Instanz der US-Regierung keinen Anzug trage.

Selenskyjs Antwort:
„Ich werde einen Anzug tragen, wenn dieser Krieg vorbei ist. Vielleicht etwas wie Ihres. Vielleicht etwas Besseres. Vielleicht etwas Günstigeres. Wir werden sehen.“


Faktencheck: Trumps falsche Behauptungen über die Ukraine

Während der Auseinandersetzung wiederholte Trump einige falsche oder irreführende Aussagen über die Ukraine.

1. US-Hilfsgelder für die Ukraine

Trump behauptete gegenüber Selenskyj:

👉 „Wir haben euch, durch den dummen Präsidenten, 350 Milliarden Dollar gegeben.“

Faktencheck: Falsch. Laut dem Kiel Institut für Weltwirtschaft haben die USA seit Beginn des Krieges etwa 125 Milliarden Dollar an militärischer, finanzieller und humanitärer Hilfe für die Ukraine bereitgestellt – nicht 350 Milliarden.

2. Obamas Hilfe an die Ukraine

Trump sagte:

👉 „Obama hat euch Bettlaken gegeben, während ich euch Javelin-Raketen geliefert habe.“

Faktencheck: Teilweise falsch. Die Obama-Regierung lieferte zwar keine Waffen, stellte aber über 600 Millionen Dollar an militärischer Unterstützung zur Verfügung, darunter:

  • Radarsysteme zur Artillerieabwehr
  • Gepanzerte Humvees
  • Drohnen und Nachtsichtgeräte
  • Medizinische Ausrüstung

Putin-Berater nennt Trump-Selenskyj-Eklat „historisch“

Die russische Regierung beobachtete die Auseinandersetzung im Oval Office mit großem Interesse. Kirill Dmitriew, ein Berater von Wladimir Putin, kommentierte das Treffen mit nur einem Wort:

👉 „Historisch.“

Dmitriew, CEO des Russian Direct Investment Fund, war kürzlich an den US-russischen Gesprächen in Saudi-Arabien beteiligt.


Rohstoff-Deal mit der Ukraine geplatzt

Der geplante Vertrag zwischen den USA und der Ukraine über die Nutzung seltener Erden wurde am Freitag nicht unterzeichnet, nachdem das Treffen im Oval Office eskalierte.

Der ukrainische Ökonom Timofiy Milovanov, ein Berater des ukrainischen Präsidentenamtes, sagte:
„Das ist alles sehr ernst und kompliziert. Jetzt wird die nächste strategische Entscheidung getroffen. Es ist bedauerlich, dass der Streit gefilmt wurde.“

Die Zukunft des Abkommens ist nun ungewiss.

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