Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen den Nahverkehr in mehreren Bundesländern weiterhin weitgehend lahm. Besonders in Norddeutschland kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen – betroffen ist unter anderem der Feierabendverkehr in Niedersachsen und Bremen.
Zum Streik hatte die Gewerkschaft Verdi mehr als 50.000 Beschäftigte aufgerufen, 69 Verkehrsunternehmen bundesweit beteiligen sich an den Arbeitsniederlegungen. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Bereits am kommenden Dienstag sollen die Proteste weitergehen. Dann werden nicht nur Busse und Bahnen stillstehen – auch Beschäftigte in Kitas und der Müllabfuhr sind zum Streik aufgerufen.
Hintergrund der Proteste sind die laufenden Tarifverhandlungen. Verdi fordert für die Angestellten im öffentlichen Dienst eine Lohnerhöhung von mindestens 350 Euro monatlich. Die Arbeitgeberseite hat bislang noch kein Angebot vorgelegt. Die Streiks dürften daher in den kommenden Tagen weiter für erhebliche Einschränkungen sorgen.