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Trump setzt zum Kahlschlag an: Fast alle USAID-Mitarbeiter entlassen

BiggiBe (CC0), Pixabay

Ein massiver Einschnitt in der US-Entwicklungshilfe: Präsident Donald Trump hat angeordnet, die United States Agency for International Development (USAID) weitgehend abzuwickeln. Rund 10.000 Mitarbeitende weltweit wurden am Dienstag darüber informiert, dass sie ab Freitag in den Zwangsurlaub geschickt werden.

Laut einer Mitteilung des US-Außenministeriums gilt dies für alle direkt angestellten USAID-Mitarbeiter in 60 Ländern, mit Ausnahme von essenziellem Personal, das „missionskritische Aufgaben“ übernimmt. Für alle anderen endet ihre Tätigkeit offiziell am 7. Februar um 23:59 Uhr (ET).

Rückkehr nach Hause – auf Staatskosten

Die Regierung arbeitet an einem Plan, um die betroffenen USAID-Beschäftigten innerhalb von 30 Tagen zurück in die USA zu holen und alle nicht als essenziell eingestuften Verträge zu beenden. Eine Verlängerung des Aufenthalts im Ausland sei nur in Härtefällen, aus Sicherheitsgründen oder aufgrund eingeschränkter Mobilität möglich. Die Nachricht an die Mitarbeitenden endet knapp mit: „Danke für Ihren Dienst.“

Musk & Trump: USAID soll im Außenministerium aufgehen

Hinter dem Schritt steckt ein größerer Plan: Trump und sein neuer Mitstreiter Elon Musk treiben die Auflösung von USAID voran und wollen die Behörde ins US-Außenministerium eingliedern. Die USAID-Zentrale in Washington wurde bereits am Montag geschlossen. Der neue Außenminister Marco Rubio übernahm kommissarisch die Leitung der Agentur.

Trump selbst bestätigte am Dienstag, dass er USAID „abwickeln“ wolle. Seine Begründung: Die Behörde sei „korrupt“. Musk unterstützt ihn dabei, was für erheblichen Unmut bei den Demokraten sorgt. Kritiker werfen Trump vor, dass er keine verfassungsrechtliche Befugnis habe, eine von Kongress finanzierte Behörde mit einem Jahresbudget von 40 Milliarden Dollar einfach aufzulösen.

Was geht verloren?

USAID finanziert eine Vielzahl von internationalen Programmen, darunter:

✔ Frauenrechte und Gesundheitsversorgung in Krisengebieten
✔ Zugang zu sauberem Wasser
✔ Bekämpfung von HIV/AIDS
✔ Energieversorgung in Entwicklungsländern
✔ Anti-Korruptionsmaßnahmen

Laut Reuters profitierte USAID allein im Jahr 2023 von einem Milliardenbudget, das vom US-Kongress bereitgestellt wurde. Nun droht vielen Projekten das Aus – und Millionen von Menschen weltweit der Verlust wichtiger Hilfsleistungen.

Ob Trump und Musk ihre Pläne ohne rechtliche Hürden durchsetzen können, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber: Die radikale Umstrukturierung von USAID wird international für Aufsehen sorgen – und wohl kaum ohne Widerstand ablaufen.

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