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Spielwarenbranche entdeckt den Spaß am Erwachsensein

ta98mori (CC0), Pixabay

Die Spielwarenbranche hat eine bahnbrechende Erkenntnis gewonnen: Erwachsene spielen auch gern. Wer hätte das gedacht? Laut Christian Ulrich, dem Vorstandssprecher der Spielwarenmesse in Nürnberg, sind spielende und sammelnde Erwachsene inzwischen der absolute Mega-Trend. Das ist natürlich reiner Zufall und hat rein gar nichts mit der Kaufkraft dieser Zielgruppe zu tun. Schließlich wollen die Hersteller nur, dass wir alle ein bisschen mehr Freude im Leben haben, oder?

Tatsächlich machen Erwachsene mittlerweile satte 30 Prozent des Umsatzes auf dem europäischen Spielwarenmarkt aus. Ja, Sie haben richtig gehört: Drei von zehn Euro, die im Spielzeugladen klingeln, stammen von Erwachsenen, die entweder nostalgisch alte Kindheitsträume nachholen oder einfach die neueste limitierte Actionfigur in ihre Vitrine stellen wollen. Aber wer will es ihnen verübeln? Lego-Sets sind eben der Porsche für den Wohnzimmerboden, und ein gepflegtes Trading-Card-Deck ist längst nicht mehr nur was für Teenager.

Auf der weltgrößten Spielwarenmesse, die in den nächsten Tagen in Nürnberg stattfindet, zeigen fast 2.400 Hersteller aus 71 Ländern, was die Herzen der großen Kinder höher schlagen lässt. Von Hightech-Drohnen über Modellbau bis hin zu Sammlerfiguren, die so teuer sind wie ein Kleinwagen – hier wird alles präsentiert, was das Spielzeuguniversum zu bieten hat. Natürlich mit einem verschmitzten Blick auf die Kreditkarten der erwachsenen Zielgruppe.

Die Neuheiten, die dort stolz präsentiert werden, kommen dann im September in die Läden. Wieso gerade dann? Ganz einfach: Damit genügend Zeit bleibt, um das Weihnachtsgeschäft ordentlich zu befeuern. Denn wer braucht schon Socken oder Parfum unterm Weihnachtsbaum, wenn man stattdessen die neueste Star-Wars-Lego-Kreation haben kann?

Eines ist sicher: Die Spielwarenbranche hat ihre Zielgruppe verstanden. Egal, ob es um die Sechsjährigen oder die Sechzigjährigen geht – solange die Kasse klingelt, spielt das Alter keine Rolle. Und mal ehrlich: Wer sagt schon „nein“ zu einem liebevoll gebauten Dinosaurier-Modell aus 2.000 Teilen? Schließlich soll man sich auch als Erwachsener ab und zu etwas gönnen. Und wenn dabei ein bisschen Kindheitsnostalgie mitschwingt, umso besser.

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