Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor den Websites zinsify.de und smbcgroup.asia. Nach Angaben der BaFin besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber ohne die erforderliche Erlaubnis Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen, insbesondere im Bereich Festgeld, anbieten.
Falsche Angaben und Identitätsmissbrauch
Die Betreiber der Websites behaupten, sie seien mit der SMBC Bank EU AG verbunden. Diese Darstellung ist laut BaFin falsch. Die SMBC Bank EU AG steht in keinerlei Verbindung zu den Plattformen zinsify.de und smbcgroup.asia. Es handelt sich um einen klaren Fall von Identitätsmissbrauch, bei dem der Name einer renommierten Bank verwendet wird, um das Vertrauen von Anlegern zu gewinnen und sie zu täuschen.
Erlaubnispflicht für Bank- und Finanzdienstleistungen
In Deutschland unterliegt das Anbieten von Bankgeschäften sowie Finanz- und Wertpapierdienstleistungen strengen gesetzlichen Vorgaben. Nach § 37 Abs. 4 des Kreditwesengesetzes (KWG) und § 10 Abs. 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes (KryptoMaAG) benötigen Anbieter eine Zulassung durch die BaFin. Betreiber, die ohne diese Erlaubnis handeln, agieren illegal.
Wie Verbraucher sich schützen können
Die BaFin rät Anlegern dringend, Angebote im Finanzbereich sorgfältig zu prüfen und sich bei Verdachtsfällen wie folgt abzusichern:
BaFin-Unternehmensdatenbank nutzen: Auf der Website der BaFin können Verbraucher prüfen, ob ein Anbieter tatsächlich zugelassen ist.
Vorsicht bei unrealistischen Versprechen: Angebote mit auffallend hohen Renditen oder ungewöhnlich guten Konditionen sollten skeptisch hinterfragt werden.
Impressum überprüfen: Seriöse Anbieter verfügen über ein vollständiges Impressum mit Kontaktdaten und einer registrierten Adresse in der EU.
Keine persönlichen Daten preisgeben: Persönliche Informationen wie Bankdaten oder Kopien von Ausweisdokumenten sollten niemals leichtfertig weitergegeben werden.
Rechtliche Grundlage der Warnung
Die BaFin ist gesetzlich verpflichtet, die Öffentlichkeit über Verdachtsfälle wie diese zu informieren. Die Warnung basiert auf den Vorschriften des Kreditwesengesetzes und des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes. Diese Regelungen sollen sicherstellen, dass nur regulierte und überprüfte Unternehmen Bank- und Finanzdienstleistungen anbieten dürfen, um Verbraucher vor Betrug zu schützen.
Fazit
Die Fälle von zinsify.de und smbcgroup.asia sind Beispiele dafür, wie Betrüger den Namen seriöser Institutionen missbrauchen, um Anleger zu täuschen. Verbraucher sollten bei der Auswahl von Finanzdienstleistern äußerste Vorsicht walten lassen und die Echtheit eines Angebots immer überprüfen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte ausschließlich mit zugelassenen und überprüften Anbietern zusammenarbeiten.