Kristi Noem, ehemalige Gouverneurin von South Dakota, wurde am Samstag als neue US-Ministerin für Heimatschutz (Secretary of Homeland Security) bestätigt. Die 53-Jährige, eine enge Verbündete von Präsident Donald Trump, erhielt im Senat 59 zu 34 Stimmen.
Politischer Werdegang
- Geboren 1971 in Watertown, South Dakota
- Ehemalige Rancherin, Landwirtin und Kleinunternehmerin
- 2007–2011: Mitglied des Repräsentantenhauses von South Dakota
- 2011–2019: Einzige Abgeordnete South Dakotas im US-Kongress
- 2019–2024: Erste weibliche Gouverneurin von South Dakota
Nach ihrer Bestätigung erklärte Noem auf X (ehemals Twitter):
„Ich werde hart dafür arbeiten, Amerika wieder sicher zu machen.“
Zu ihren Prioritäten gehören die Sicherung der Südgrenze, die Bekämpfung illegaler Einwanderung und die Stärkung der Strafverfolgung.
Kontroversen um Noem
1. Tötung ihres Hundes Cricket
In ihrem Buch „No Going Back“ schrieb Noem, dass sie ihren Hund Cricket, einen 14 Monate alten Jagdhund, aufgrund „aggressiven Verhaltens“ erschoss. Nach öffentlicher Kritik verteidigte sie die Entscheidung mit Verweis auf süd-dakotisches Recht, das die Tötung von Hunden erlaubt, die Vieh angreifen.
2. Falsche Kim-Jong-Un-Anekdote
In demselben Buch behauptete Noem, sie habe Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un getroffen – eine nachweislich falsche Behauptung, die später aus dem Buch entfernt wurde.
3. Konflikte mit indigenen Stämmen
- Süd-Dakotas neun indigene Stämme verbannten Noem offiziell von ihrem Land, nachdem sie indigene Eltern beschuldigt hatte, ihren Kindern „keine Hoffnung“ zu geben.
- Sie behauptete wiederholt, mexikanische Drogenkartelle seien in indigenen Reservaten aktiv, was von Stammesführern zurückgewiesen wurde.
Zukunft als Heimatschutzministerin
Mit ihrer neuen Rolle übernimmt Noem die Verantwortung für Immigrationspolitik, nationale Sicherheit und Katastrophenmanagement. Ihre harte Haltung zur Einwanderung und enge Verbindung zu Trump lassen erwarten, dass sie eine konservative Agenda energisch umsetzen wird.