Die US Air Force wird in ihrer Grundausbildung künftig nicht mehr über die Tuskegee Airmen, die ersten schwarzen Piloten im Zweiten Weltkrieg, oder die Women Airforce Service Pilots (WASPs) unterrichten. Dies bestätigte ein Sprecher der Luftwaffe gegenüber Reuters.
Die Entscheidung fällt in die erste Amtswoche von Präsident Donald Trump und folgt seinem Dekret zur Abschaffung von Programmen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI).
Historische Bedeutung der Tuskegee Airmen und WASPs
Die Tuskegee Airmen waren eine aktive Kampfeinheit von 1940 bis 1952. Während des Zweiten Weltkriegs flogen sie über 15.000 Einsätze und zerstörten mehr als 100 deutsche Flugzeuge. Ihre Erfolge führten dazu, dass Präsident Harry Truman 1948 per Exekutivorder die Rassentrennung in den US-Streitkräften aufhob.
Die Women Airforce Service Pilots (WASPs) waren eine paramilitärische Einheit von Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs Flugzeuge steuerten. Sie unterstützten das Militär durch Gunnery-Training, Ausbildungsflüge und Truppenbewegungen. Insgesamt dienten 1.074 Pilotinnen, von denen 38 im Dienst ums Leben kamen.
Kritik an der Entscheidung
Die Organisation Tuskegee Airmen, Inc. äußerte in einer Erklärung gegenüber USA TODAY ihren starken Widerspruch zur Entfernung der historischen Inhalte.
„Die Tuskegee Airmen sind ein essenzieller Teil der amerikanischen Geschichte. Ihre Erfolge beeinflussten die Entwicklung des Militärs maßgeblich. Diese Kurse bevorzugen keine Gruppe, sondern vermitteln allen Soldaten wichtiges historisches Wissen.“
Die Organisation fordert Präsident Trump und das Verteidigungsministerium auf, die Entscheidung rückgängig zu machen.
Obwohl die Trump-Regierung argumentiert, dass die Abschaffung der DEI-Programme eine Neutralität im Militär wiederherstellen soll, sehen Kritiker darin eine gezielte Streichung wichtiger historischer Errungenschaften marginalisierter Gruppen.