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Adidas: Gute Zahlen, schlechte Nachrichten – Stellenabbau als nächste Disziplin?

markusspiske (CC0), Pixabay

Ach, wie schön es ist, in einer Welt zu leben, in der gute Zahlen nicht vor der Guillotine schützen! Adidas, der Sportartikel-Gigant aus Herzogenaurach, begeistert mal wieder mit einer paradoxen Mischung aus Jubelmeldungen und potenzieller Job-Angst. Nachdem der Konzern erst am Mittwoch überraschend gute Geschäftszahlen präsentierte, könnte nun – laut Medienberichten – jeder zwölfte Mitarbeiter in der Zentrale auf der Abschussliste stehen. Aber keine Sorge, Adidas bestätigt nichts – und dementiert auch nichts. Schließlich lebt die Spannung von der Ungewissheit, oder?

„Anpassung der Strukturen“ – der Klassiker unter den Ausreden

Offiziell heißt es, die Strukturen seien einfach zu komplex. Klingt logisch: Wer braucht schon 5.800 Mitarbeiter, wenn man dieselbe Arbeit vielleicht auch mit ein paar Tausend weniger schaffen kann? Natürlich nicht, um Geld zu sparen – das hat eine Sprecherin extra betont. Nein, es geht um… ja, worum eigentlich? Vielleicht um die pure Freude an der Effizienz? Oder ist es einfach der Branchen-Trend, den man nicht verpassen möchte? Puma und Nike sind schließlich schon dabei: Sparen ist das neue Schwarz.

„Gesundes Unternehmen“ – aber für wen?

Adidas-Chef Björn Gulden hat sich ein großes Ziel gesetzt: Bis 2026 soll Adidas ein „gesundes Unternehmen“ sein. Das klingt fantastisch, aber offenbar gilt das nicht unbedingt für die Mitarbeitenden. Die überraschend guten Zahlen vom Mittwoch scheinen jedenfalls nicht genug Vitamin D geliefert zu haben, um die Angst vor möglichen Stellenstreichungen zu vertreiben. Immerhin, der Betriebsrat soll eng eingebunden werden – hoffentlich bleibt da noch etwas zu verhandeln.

Skandale inklusive – das rundet das Bild ab

Natürlich wäre es keine echte Adidas-Geschichte ohne ein paar Negativschlagzeilen. Die Steuerfahndung im letzten Jahr, die epische Trennung von Kanye „Ye“ West – es wird nie langweilig in Herzogenaurach. Aber hey, wo bleibt der Nervenkitzel, wenn nicht in einem Unternehmen, das es schafft, gleichzeitig glänzende Zahlen und düstere Wolken zu präsentieren?

Im März wissen wir dann mehr. Bis dahin dürfen die 5.800 Mitarbeitenden in der Zentrale gespannt darüber spekulieren, wer bleiben darf und wer nicht. Denn in der Welt der guten Zahlen sind Sicherheiten eben nichts anderes als eine Illusion. Willkommen bei Adidas!

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