Die Polizei warnt eindringlich vor betrügerischen Spendenkonten, die im Zuge eines tragischen Angriffs auf eine Kindergartengruppe aufgetaucht sind. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken sind Hinweise auf solche Fake-Spendenaufrufe in den sozialen Medien bei der Kriminalpolizei eingegangen. Diese Aufrufe, die vorgeben, den Familien der Opfer helfen zu wollen, haben bereits Unruhe ausgelöst. Die Polizei prüft derzeit intensiv, ob diese Aktionen gegen geltende Gesetze verstoßen und rechtlich verfolgt werden können.
Die Gefahr solcher Betrugsversuche ist hoch, da gerissene Täter oft die Hilfsbereitschaft und Betroffenheit der Menschen nach solchen dramatischen Ereignissen ausnutzen. „Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sehr vorsichtig zu sein und nicht auf beliebige Spendenaufrufe hereinzufallen,“ so eine Sprecherin der Polizei. Besonders auf sozialen Plattformen, wo sich solche Aufrufe schnell und unkontrolliert verbreiten können, sei besondere Vorsicht geboten.
Um sicherzustellen, dass Hilfe tatsächlich die betroffenen Familien erreicht, hat die Stadt Aschaffenburg umgehend reagiert und ein offizielles Spendenkonto eingerichtet. Details hierzu wurden auf der offiziellen Website der Stadt veröffentlicht. Mit dieser Maßnahme möchte die Stadt nicht nur die Unterstützung für die Familien koordinieren, sondern auch Verwirrung und den Erfolg betrügerischer Aktionen verhindern. „Jede Spende, die auf das offizielle Konto eingeht, kommt garantiert den Angehörigen der Opfer zugute“, hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.
Die Polizei betont zudem die Wichtigkeit, keine Überweisungen an unbekannte oder unüberprüfte Spendenkonten zu tätigen. Noch wichtiger sei die eigenständige Überprüfung der Quelle jedes Spendenaufrufs. „Vertrauen Sie nur offiziellen Angaben, wie zum Beispiel denen der Stadt oder vertrauenswürdiger Hilfsorganisationen“, heißt es weiter.
Zusätzlich bittet die Kriminalpolizei um die Mithilfe der Bevölkerung. Wer auf vermeintlich unseriöse Spendenaktionen stößt oder verdächtige Aktivitäten bemerkt, sollte sich unverzüglich an die zuständigen Behörden wenden. Hinweise könnten dazu beitragen, dass solche Betrüger schnell identifiziert und gestoppt werden können.
Die Stadtverwaltung und die Polizeibehörden unterstreichen, wie wichtig es ist, angesichts der Tragödie den Familien der Opfer eine echte und wirksame Unterstützung zu bieten. Nur durch verlässliche Spenden über geprüfte Kanäle könne eine nachhaltige Hilfe gewährleistet werden. Die Bürgerinnen und Bürger werden ermutigt, ihr Mitgefühl in Form von Spenden über das offizielle Konto der Stadt auszudrücken – und mit Umsicht dazu beizutragen, dass die wohlmeinende Hilfsbereitschaft nicht für betrügerische Zwecke missbraucht wird.