„Vorsicht, Ihr Postfach ist in Gefahr!“ – Diese alarmierenden Mails flattern derzeit massenhaft in die Postfächer von Telekom-Kunden. Die brillante Idee der Betrüger: Sie bieten angeblich einen Phishing-Schutz für läppische 1,95 Euro an. Einfacher kann man nicht beweisen, dass Ironie noch lebt – schließlich ist es eine Phishing-Mail, die vor Phishing warnt. Und während die Telekom Alarm schlägt, scheinen täglich 1.000 Menschen auf diese offensichtliche Masche hereinzufallen.
Hightech-Tricks für Highspeed-Dummheit
Phishing-Mails sind heute nicht mehr das, was sie mal waren. Kein halbgarer Text mit Tippfehlern mehr, sondern täuschend echte Webseiten und ausgeklügelte Techniken. Die neueste Methode? E-Mails, die ausschließlich aus Bildern bestehen, um Filter zu umgehen. Die Botschaft an die Opfer: „Wir sind schlau – wie wär’s, wenn Sie das nicht wären?“
„Achtung, es ist schon spät“ – Die perfekte Uhrzeit für Fehler
Besonders erfolgreich sind die Angriffe abends zwischen 18:00 und 20:00 Uhr. Die Theorie der Telekom: Die Leute sind müde und haben ihre tägliche Aufmerksamkeitsspanne bereits auf Netflix oder Katzenvideos aufgebraucht. Ein Klick, und schon sitzen die Opfer in der Falle – oder besser gesagt, in einem virtuellen Kaninchenbau, der ihre Daten verschlingt.
Phishing für Anfänger: So erkennen Sie die Fakes
Die Telekom hat gute Nachrichten: Man kann sich schützen. Die Phishing-Mails sind nicht unfehlbar. Ein paar einfache Hinweise helfen:
Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrter Kunde“ ist kein Lob, sondern eine rote Flagge. Die Telekom kennt ihre Kunden beim Namen.
Absenderadresse: Echte Telekom-Mails kommen ausschließlich von @telekom.de. Alles andere ist so seriös wie eine Bewerbung mit einer @yahoo-Adresse.
Mauszeiger-Detektivarbeit: Überfahren Sie den Absender mit der Maus, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt.
Passwörter? Wer braucht die schon?
Die Betrüger nutzen oft gekaperte E-Mail-Konten, um ihre Phishing-Mails zu verschicken – ein klarer Appell an alle, die immer noch „123456“ als Passwort verwenden. Einfache Maßnahmen wie sichere Passwörter oder Passkeys könnten solche Angriffe verhindern, aber warum sollte man sich die Mühe machen, wenn man doch stattdessen 1,95 Euro für einen nicht existierenden Schutzfilter zahlen kann?
Telekoms abschließender Rat: Klick dich klug
Die Telekom erinnert daran, dass keine Phishing-Mail gefährlich ist, solange man nicht auf Links klickt oder Daten eingibt. Einfach die E-Mail als Spam markieren und löschen – und vielleicht kurz innehalten, bevor man sich fragt: Wer ist hier eigentlich der größere Gauner?
Also, liebe Kunden, bevor Sie auf einen Link klicken, der Ihnen „Schutz“ verspricht, denken Sie daran: Der wahre Schutz beginnt, bevor Sie Ihre Maus bewegen.