Ein paar Kapseln hier, ein bisschen Fett weniger da – so einfach soll das sein, wenn man der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel glaubt. Im Internet wimmelt es nur so von freiverkäuflichen Produkten, die scheinbar das Nonplusultra für die perfekte Figur sind. Ob exotische Beerenextrakte, Wunderalgen oder geheimnisvolle Kräutermischungen – die Versprechen klingen verlockend: schneller Gewichtsverlust, ohne lästiges Kalorienzählen oder Schweißtreiben im Fitnessstudio.
Doch ein Blick hinter die Hochglanzfassaden der Werbung lohnt sich. Viele Hersteller behaupten zwar, dass ihre Produkte wissenschaftlich belegt wirken, aber die „Beweise“ sind oft so solide wie ein Kartenhaus im Sturm. Studien? Wenn überhaupt vorhanden, dann oft klein, von fragwürdiger Qualität oder von den Herstellern selbst finanziert. Von unabhängiger Wissenschaft fehlt häufig jede Spur.
Doch die Frage bleibt: Taugen diese Mittel wirklich etwas? Die kurze Antwort lautet: Wahrscheinlich nicht. Selbst wenn einige Inhaltsstoffe theoretisch einen minimalen Effekt haben könnten, reicht das in der Praxis oft nicht aus, um eine wirkliche Veränderung herbeizuführen. Denn ohne eine grundlegende Änderung der Ernährung und Bewegung bleibt auch das teuerste Wundermittel nur ein Placebo mit einem schicken Etikett.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist Vorsicht geboten. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen oft nicht den strengen Prüfungen wie Medikamente, was Tür und Tor für fragwürdige Produkte öffnet. Am Ende bleibt der Rat altbekannt und völlig kostenlos: Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind immer noch die besten Methoden, um gesund und nachhaltig abzunehmen. Die einzige Garantie, die diese Kapseln oft bieten, ist die für ein leichteres Portemonnaie.