Interviewer: Herr Reime, junge Menschen stehen oft vor der Herausforderung, größere Ausgaben wie den Führerschein zu finanzieren. Welche Möglichkeiten sehen Sie, um dieses Ziel zu erreichen, und was sollten sie dabei beachten?
Rechtsanwalt Reime: Es gibt viele Möglichkeiten, um Geld zu sparen oder zu investieren. Von klassischen Sparkonten über Tages- und Festgeld bis hin zu Aktien und ETFs – die Auswahl ist groß. Allerdings sollte man sich der Risiken bewusst sein, die mit bestimmten Anlageformen einhergehen. Gerade bei jungen Menschen ist es wichtig, das richtige Maß zwischen Sicherheit und Rendite zu finden.
Interviewer: Viele junge Leute beginnen mit dem Sparen über Spardosen oder Sparkonten. Wie bewerten Sie diese Optionen?
Rechtsanwalt Reime: Das sind solide und risikoarme Möglichkeiten, um Geld sicher zu parken. Eine Spardose ist ein guter Einstieg, aber ein Sparkonto oder ein Tagesgeldkonto bietet zusätzliche Vorteile wie Zinsen. Diese sind zwar derzeit moderat, aber sie helfen, das Geld zumindest etwas zu vermehren. Es ist ein guter erster Schritt, besonders wenn größere Anschaffungen wie ein Führerschein geplant sind.
Interviewer: Was ist mit Aktien und ETFs? Sie bieten höhere Renditen, bergen aber auch Risiken. Sind diese für junge Anleger geeignet?
Rechtsanwalt Reime: Aktien und ETFs sind großartige Werkzeuge für den Vermögensaufbau, insbesondere langfristig. Sie ermöglichen es, an der wirtschaftlichen Entwicklung teilzuhaben, erfordern aber auch ein gewisses Maß an Wissen und Risikobereitschaft. Für junge Menschen, die noch nicht volljährig sind, kommen ETFs häufig in Betracht, da sie weniger risikobehaftet sind als Einzelaktien. Aber auch hier gilt: Investieren Sie nur Geld, das Sie im schlimmsten Fall verlieren können, und informieren Sie sich gut.
Interviewer: Welche rechtlichen Aspekte sollten junge Menschen beachten, wenn sie mit dem Investieren beginnen möchten?
Rechtsanwalt Reime: Minderjährige können eigenständig keine Aktien oder ETFs kaufen. Hier sind die Eltern gefragt, die ein Depot eröffnen und für ihre Kinder investieren können. Zudem sollten alle Anlageentscheidungen gut dokumentiert sein, damit es bei späteren Streitigkeiten – etwa bei Erbschaften – keine Probleme gibt. Auch ist wichtig, nur bei lizenzierten und seriösen Anbietern zu investieren, um Betrugsfälle zu vermeiden.
Interviewer: Welche Rolle spielt der sogenannte Zinseszinseffekt bei langfristigen Spar- und Anlagezielen?
Rechtsanwalt Reime: Der Zinseszinseffekt ist ein mächtiges Werkzeug. Er sorgt dafür, dass sich Kapital schneller vermehrt, indem Zinsen auf bereits verdiente Zinsen gezahlt werden. Für junge Menschen, die früh anfangen zu sparen oder zu investieren, kann dies langfristig einen enormen Unterschied machen. Es ist also durchaus sinnvoll, sich früh mit den Grundlagen des Sparens und Investierens auseinanderzusetzen.
Interviewer: Was ist Ihr abschließender Ratschlag für junge Menschen, die finanzielle Ziele wie den Führerschein erreichen möchten?
Rechtsanwalt Reime: Beginnen Sie so früh wie möglich mit dem Sparen und setzen Sie sich realistische Ziele. Wählen Sie die Methode, die zu Ihrer finanziellen Situation und Risikobereitschaft passt – ob Spardose, Sparkonto oder ETF. Und ganz wichtig: Informieren Sie sich umfassend, bevor Sie Entscheidungen treffen, und holen Sie sich Rat von Experten, wenn Sie unsicher sind.
Interviewer: Vielen Dank, Herr Reime, für Ihre Einblicke und Ratschläge!
Rechtsanwalt Reime: Sehr gerne. Ich hoffe, dass junge Menschen mit klugen Entscheidungen ihre finanziellen Träume verwirklichen können.