Das vergangene Jahr brachte den europäischen Reisenden wieder eine bunte Mischung aus Wetterkapriolen, Streiks und dem üblichen Flughafen-Wahnsinn. Doch überraschenderweise gibt es gute Nachrichten: Die Pünktlichkeitsquote hat sich leicht verbessert! Laut dem Fluggastrechteportal Airhelp waren „nur“ 30 Prozent aller Passagiere von Verspätungen oder Ausfällen betroffen – das ist fast ein Grund zum Feiern, wären da nicht 287 Millionen Reisende, die trotzdem warten mussten.
Griechenland: Sonne, Meer und Verspätungen
Die goldene Krone der Unpünktlichkeit ging 2024 an Griechenland, wo beeindruckende 37 Prozent aller Flüge entweder zu spät oder gar nicht abgehoben sind. Deutschland hingegen teilte sich die silberne Medaille mit Portugal: Stolze 34 Prozent der Passagiere konnten sich über das typische Flughafen-Bingo freuen – „Wird mein Flug annulliert, verspätet oder nur umgeleitet?“
Sommerliche Flug-Abenteuer
Der Sommer 2024 war wieder ein Festival der Flugausfälle. Besonders der Juli fiel auf, als nur knapp die Hälfte der Reisenden pünktlich ans Ziel kam. Der 12. Juli war mit 72 Prozent Verspätungen oder Ausfällen der inoffizielle „Tag des Sitzens am Gate“. Es gab sicher mehr Menschen, die am Flughafen schliefen, als in ihren eigentlichen Urlaubshotels.
Die skandinavische Ruhe siegt
Während in Südeuropa die Flughafenwelt in Flammen steht (manchmal buchstäblich), zeigen die Nordländer, wie es geht: Norwegen führt mit nur 19 Prozent Verspätungen oder Ausfällen das Ranking der pünktlichsten Flughäfen an, gefolgt von Island und Schweden. Vielleicht liegt es an der Luft dort oben – oder daran, dass sie die Koffer einfach per Schlitten ausliefern.
Weltweite Statistik: 1,1 Milliarden Mal „Sorry, Ihr Flug ist verspätet“
Weltweit waren 2024 laut Airhelp unglaubliche 1,1 Milliarden Menschen von Flugproblemen betroffen. Das sind mehr Menschen, als überhaupt wissen, wo sich der Notausgang im Flugzeug befindet. Airhelp sammelt diese Daten aus verschiedenen Quellen – vermutlich auch aus den verzweifelten Tweets und TikToks von Reisenden, die mit Duty-Free-Schokolade und Nackenkissen die Zeit totschlagen.
Fazit: Weniger Chaos, aber immer noch genug
Auch wenn die Zahlen leicht besser geworden sind, bleibt das Reisen in Europa weiterhin eine sportliche Herausforderung. Das Positive: Man lernt dabei jede Menge Geduld und entwickelt ein unerschütterliches Vertrauen in den Duty-Free-Shop als besten Freund in schweren Zeiten.