Die deutschen Industriebetriebe haben mal wieder eine Glanzleistung vollbracht: Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im November um satte 5,4 Prozent eingebrochen. Aber keine Sorge, das Statistische Bundesamt hat direkt eine Trostpflaster-Analyse geliefert. Denn, Moment mal – ohne Großaufträge wäre alles doch gar nicht so schlimm gewesen! Tatsächlich hätte es sogar ein Plus von 0,2 Prozent gegeben. Na, wenn das nicht Grund zum Feiern ist!
Analysten: „Das haben wir nicht kommen sehen“
Analysten hatten ja schon mit einem Rückgang gerechnet, aber lediglich um 0,2 Prozent. Da kann man sich jetzt natürlich fragen: Wie konnte das Statistische Bundesamt den Analysten einen solchen Gefallen tun, um die Zahlen doch irgendwie hinzubiegen? Großaufträge einfach auszuklammern, ist jedenfalls eine kreative Methode, die Krise ein bisschen freundlicher zu verpacken.
Großaufträge – die ewigen Spielverderber
Ach, diese Großaufträge! Wenn sie da sind, sorgen sie für Schwankungen, die „das Bild verzerren“. Wenn sie fehlen, ist das natürlich auch schlecht. Vielleicht sollten wir sie einfach komplett aus der Statistik entfernen? Dann hätten wir jeden Monat nur noch gute Nachrichten. Wer braucht schon Großaufträge, wenn man mit kleinen Zahlen und kreativen Berechnungen ein Lächeln zaubern kann?
Der eigentliche Star: Die Statistik
Die wahre Heldin der Geschichte ist die Statistik. Denn egal wie schlimm die Zahlen aussehen, irgendjemand findet immer eine Methode, um sie zu „korrigieren“. Rückgänge sind eigentlich Fortschritte, und schlechte Monate sind nur Verzerrungen. Vielleicht sollte das Verarbeitende Gewerbe direkt auf „gefühlt positive Zahlen“ umstellen. Das macht die Pressemitteilungen zumindest deutlich angenehmer.
Fazit: Alles halb so wild – oder doch nicht?
Während die Industrie kämpft und Analysten mit ihren Erwartungen hinterherhinken, bleibt uns die Gewissheit: Egal, wie tief es bergab geht, irgendjemand wird schon eine Zahl finden, die noch schlimmer hätte ausfallen können. Also: Kopf hoch, deutsche Industrie! Mit der richtigen Statistik wird selbst ein Einbruch zur Erfolgsgeschichte.