Dark Mode Light Mode
Morning News
Trump, Hush Money und der Richter, der sich nicht beeindrucken lässt
Charlie Hebdo – Zehn Jahre danach: Ein Zeichen des Lebens und der Freiheit

Trump, Hush Money und der Richter, der sich nicht beeindrucken lässt

MIH83 (CC0), Pixabay

Ein weiterer Tag, ein weiterer Gerichtssaal, und Donald Trump sorgt wieder einmal für Schlagzeilen – diesmal mit einem gescheiterten Versuch, seine bevorstehende Verurteilung zu verschieben. Richter Juan Merchan, offenbar immun gegen Drama und Verzögerungstaktiken, hat Trumps Bitte abgelehnt, die für Freitag geplante Urteilsverkündung in seinem Hush-Money-Fall zu verschieben.

„Herr Präsident, die Show geht weiter“

Trumps Anwälte hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und argumentiert, dass der frisch zertifizierte Wahlsieger der Präsidentschaftswahl 2024 unmöglich Zeit für so etwas Triviales wie eine Gerichtsverhandlung haben könne. Schließlich hat der Mann eine Nation zu führen, oder? Aber Richter Merchan, der sich von Trumps „Ich-bin-jetzt-wieder-Präsident“-Argument offenbar nicht besonders beeindruckt zeigte, bleibt bei seinem Zeitplan: Freitag, Punkt.

Die Ironie? Trump, der in diesem Fall kein Gefängnis zu befürchten hat, versucht weiterhin, die Angelegenheit hinauszuzögern, als wäre ein drohender Hausarrest mit Netflix und Twitter-Verbot im Spiel.
Juristisches Tauziehen – mit einem Hauch von Comedy

Trump wollte die Urteilsverkündung auf Eis legen, bis seine unzähligen Berufungen geklärt sind – eine Strategie, die ungefähr so effektiv ist wie ein Regenschirm bei einem Tornado. Die Staatsanwaltschaft hingegen findet das alles nur mäßig witzig. Ihre Antwort: „Entschuldigung, aber das Chaos haben Sie selbst verursacht!“

Die Argumentation der Staatsanwälte ist glasklar: Trump hat die Verurteilung bereits von Juli 2024 auf Januar 2025 hinausgezögert – und jetzt will er plötzlich darüber klagen, dass alles zu lange dauert? Willkommen im ultimativen Rechtsdrama, bei dem der Hauptdarsteller seine eigene Verzögerung als Vorwand für noch mehr Verzögerung nutzt.

Richter Merchan bleibt unbeeindruckt

Trumps Anwälte werfen dem Richter vor, das „Amt des Präsidenten zu bedrohen“ und gegen alle bekannten Präzedenzfälle zu verstoßen, indem er den frisch gebackenen Präsidenten tatsächlich wie einen normalen Angeklagten behandelt. Die Verteidigung argumentiert außerdem, dass kein Präsident-Elect jemals wegen eines Strafverfahrens vor Gericht gezogen werden sollte. Offenbar hat man dort vergessen, dass kein Präsident-Elect jemals so oft vor Gericht stand wie Donald Trump.
Eine Geschichte von Schweigegeld und verspäteten Verurteilungen

Zur Erinnerung: Trump wurde im Mai 2024 wegen 34 Fällen von falschen Geschäftsbüchern verurteilt. Die Anschuldigungen beziehen sich auf Schweigegeldzahlungen an Stormy Daniels (die Trump weiterhin beteuert, nie getroffen zu haben – natürlich). Die Verurteilung war ursprünglich für Juli 2024 angesetzt, wurde aber „großzügigerweise“ verschoben, um den damaligen Kandidaten nicht im Wahlkampf zu behindern. Jetzt, da Trump wieder Präsident ist, argumentieren seine Anwälte, dass die Verurteilung aufgrund seiner neuen Immunität komplett fallen gelassen werden sollte.

Fazit: Trump in der besten Nebenrolle seines Lebens

Während Richter Merchan sich auf die Verurteilung vorbereitet, die voraussichtlich kein Gefängnis umfassen wird, spielt Trump weiter die Rolle seines Lebens: Der Präsident, der mehr Zeit im Gerichtssaal verbringt als im Oval Office. Ob es darum geht, Urteile zu verschieben, Berufungen einzulegen oder einfach nur einen weiteren Beitrag für Truth Social zu schreiben – Trump bleibt sich treu.

Freitag verspricht also eine weitere Episode des endlosen Trump-Dramas: „Die Urteilsverkündung, die er nicht sehen wollte.“ Und wie immer dürfen wir uns auf ein Feuerwerk an Tweets, Pressekonferenzen und wahrscheinlich noch einer Klage freuen. Bis dahin gilt: Popcorn bereitstellen, es wird unterhaltsam.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Morning News

Next Post

Charlie Hebdo – Zehn Jahre danach: Ein Zeichen des Lebens und der Freiheit