Ab dem 1. Januar 2025 tritt in Mailand ein neues Rauchverbot im Freien in Kraft. Dieses Verbot gilt überall dort, wo ein Mindestabstand von zehn Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Die Stadtverwaltung hat diese Maßnahme gestern im Rahmen ihres Klimaplans beschlossen, der darauf abzielt, die CO2-Emissionen bis 2050 mit verschiedenen Maßnahmen um die Hälfte zu reduzieren.
Strafen für Verstöße
Wer gegen das neue Rauchverbot verstößt, muss mit einer Geldstrafe zwischen 40 und 240 Euro rechnen. Damit will die Stadt nicht nur die Luftqualität verbessern, sondern auch den Nichtraucherschutz in belebten öffentlichen Bereichen weiter stärken.
Zweiter Schritt im Kampf gegen das Rauchen
Das neue Rauchverbot ist eine weitere Verschärfung der Anti-Raucher-Maßnahmen in Mailand. Bereits im Jahr 2021 verbot die Stadt das Rauchen an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, in Parks und auf Sportanlagen. Die neuen Regeln weiten diese Einschränkungen nun auf alle öffentlichen Außenbereiche aus, in denen der Mindestabstand von zehn Metern nicht garantiert werden kann.
Rauchverbot als Teil des Klimaplans
Das Rauchverbot ist ein wichtiger Baustein im Klimaplan der Stadt Mailand, der eine ganze Reihe von Maßnahmen umfasst. Neben der Reduzierung von Zigarettenrauch in der Luft plant die Stadt unter anderem:
- Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel: Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradinfrastruktur.
- Reduktion von privaten Fahrzeugen: Einschränkungen für emissionsintensive Fahrzeuge im Stadtzentrum.
- Grüne Stadtgestaltung: Vergrößerung städtischer Grünflächen und Förderung von städtischen Gärten.
- Energieeffizienz: Förderung erneuerbarer Energien und energiesparender Gebäudetechnologien.
Die Stadtverwaltung ist überzeugt, dass die Reduktion von Schadstoffen in der Luft ein entscheidender Schritt ist, um die Lebensqualität in der Metropole zu verbessern und den Klimawandel aktiv zu bekämpfen.
Rückblick: Italien und der Kampf gegen das Rauchen
Italien hat seit vielen Jahren strenge Rauchverbote. Bereits 2003 wurde per Gesetz das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, Büros, Bars, Restaurants, Diskotheken und Hotels verboten – es sei denn, es gibt speziell abgetrennte Raucherzimmer mit funktionierenden Belüftungssystemen. Mailand geht mit seinem umfassenden Rauchverbot nun einen Schritt weiter und gehört damit zu den Vorreitern in Italien, wenn es um den Schutz der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit geht.
Auswirkungen auf die Bevölkerung
Die Maßnahme wird sicherlich für Diskussionen sorgen. Kritiker könnten argumentieren, dass das Verbot eine Einschränkung persönlicher Freiheiten darstellt. Befürworter hingegen betonen die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und die Luftqualität in der Stadt.
Fazit
Mit dem neuen Rauchverbot zeigt Mailand, dass die Stadt ihre Klimaziele ernst nimmt und gleichzeitig den Schutz der Gesundheit in den Vordergrund stellt. Die Entscheidung ist ein Beispiel dafür, wie Umwelt- und Gesundheitspolitik Hand in Hand gehen können, um das Leben in einer Großstadt nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten.