Hohe Strompreise zwingen Stahlwerk Riesa zur Produktionspause
Das Feralpi-Elektrostahlwerk Riesa hat angesichts der extrem hohen Strompreise seine Produktion gestoppt. Werksdirektor Uwe Reinecke erklärte gegenüber dem Handelsblatt, die Anlagen stünden seit gestern still, um noch größere Verluste zu vermeiden. Bereits jetzt habe der Produktionsstopp Kosten im hohen sechsstelligen Bereich verursacht. Reinecke berichtete zudem, dass es in diesem Jahr bereits mehrere solcher Unterbrechungen gegeben habe. Der Strompreis in Deutschland erreichte zuletzt neue Rekordhöhen, was energieintensive Industrien vor massive Herausforderungen stellt.
Rutte warnt vor langfristigem Konflikt mit Russland
Der neue NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat in seiner ersten Grundsatzrede in Brüssel vor einem möglichen Krieg mit Russland in den kommenden Jahren gewarnt. Rutte betonte, dass die Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten dringend erhöht werden müssten, da man derzeit nicht mit der Waffenproduktion Russlands mithalten könne.
Obwohl Rutte eine unmittelbare militärische Bedrohung ausschloss, wies er darauf hin, dass Russland sich auf eine langfristige Konfrontation vorbereite. „Unsere Verteidigung muss sich auf diese Realität einstellen,“ forderte er. Die Rede gilt als deutliches Signal an die Mitgliedsstaaten, ihre militärische Zusammenarbeit zu intensivieren.
Finanzexperte: EZB-Zinssenkung bringt deutschen Unternehmen wenig
Die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) wird der deutschen Wirtschaft laut Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, kaum helfen. Im Gespräch mit dem MDR sagte Krämer, die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands lägen nicht an hohen Zinsen, sondern an strukturellen Defiziten.
„Schlechte Straßen, marode Brücken, unzureichende Ausbildung und eine wachsende Bürokratie belasten die Wirtschaft stärker als Zinssätze,“ so Krämer. Die EZB hatte heute ihre drei Leitzinssätze um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt, um die Konjunktur im Euroraum zu beleben.
Rekordjahr für erneuerbare Energien in Deutschland
Deutschland hat in diesem Jahr mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als je zuvor. Das Umweltbundesamt (UBA) prognostiziert für 2024 eine Bruttostromerzeugung von rund 285 Terawattstunden, was einem Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung steigt damit auf etwa 54 Prozent.
UBA-Präsident Dirk Messner forderte jedoch einen verstärkten Ausbau von Wind- und Solarenergie, um das Ziel von 80 Prozent CO₂-freier Stromerzeugung bis 2030 zu erreichen.
AfD übernimmt Führung im Landkreis Sonneberg mit Doppelspitze
Der Landkreis Sonneberg wird künftig von einer AfD-Doppelspitze geführt. Der Kreistag wählte den AfD-Politiker Andreas Groß zum stellvertretenden Landrat. Groß, ein enger Vertrauter des amtierenden Landrats Robert Sesselmann, setzte sich im zweiten Wahlgang durch. Er tritt sein Amt am 15. Februar an und löst den CDU-Politiker Jürgen Köpper ab.
Mit dieser Entscheidung festigt die AfD ihre politische Präsenz in Sonneberg und setzt ein weiteres Zeichen für ihre regionale Verankerung.
Historische Hubbrücke in Magdeburg gesperrt
Die historische Hubbrücke in Magdeburg über die Elbe wurde aufgrund eines herausgebrochenen Holzbodens gesperrt. Eine Sprecherin der Stadt erklärte, dass die Sperrung erforderlich sei, um Unfälle zu vermeiden. Wann die beliebte Fußgängerbrücke wieder freigegeben wird, ist unklar. Der Eigentümer, ein Magdeburger Unternehmer, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Die Hubbrücke ist ein Wahrzeichen der Stadt und wird von Bewohnern und Touristen gleichermaßen geschätzt.
Rundfunkbeitrag bleibt vorerst stabil
Die Bundesländer haben entschieden, den Rundfunkbeitrag bis auf Weiteres bei 18,36 Euro pro Monat zu belassen. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, erklärte nach der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin, dass die Länder eine Beitragserhöhung in den kommenden zwei Jahren ablehnen.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte eine Erhöhung um 58 Cent empfohlen, um steigende Kosten zu decken. Angesichts der Ablehnung haben ARD und ZDF bereits Verfassungsbeschwerde eingereicht, um die Finanzierung langfristig zu sichern.