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Tabacstop: Erfolgreiche telefonische Raucherentwöhnung feiert 20-jähriges Jubiläum
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Tabacstop: Erfolgreiche telefonische Raucherentwöhnung feiert 20-jähriges Jubiläum

emil_erv (CC0), Pixabay

Die kostenlose Hotline Tabacstop, ins Leben gerufen von der Fondation contre le Cancer, unterstützt seit 2004 Raucher beim Aufhören. Mit individuell angepasstem Telefon-Coaching haben bereits 12.500 Menschen von der Methode profitiert. Die Erfolgsquote spricht für sich: 50 Prozent der Teilnehmer hören bis zum Ende des Coachings mit dem Rauchen auf, 22 Prozent bleiben nach sechs Monaten rauchfrei.

Ein persönlicher Ansatz, der überzeugt

Tabacstop bietet acht kostenlose telefonische Coaching-Sitzungen, die von Suchtberatern durchgeführt werden. Diese flexible und praktische Methode passt sich dem Leben der Teilnehmer an. So beschreibt Natacha aus Brüssel, die nach 18 Jahren Rauchen den Service nutzte: „Ein Telefontermin pro Woche zu einer passenden Zeit war perfekt. Die Suchtberaterin hat mich motiviert und mir geholfen, endlich aufzuhören.“ Trotz eines Rückfalls nach einem Jahr hat Natacha den Dienst erneut kontaktiert und ist zuversichtlich, es diesmal länger durchzuhalten.

Erweiterte Unterstützung für wachsende Bedürfnisse

Seit seiner Einführung hat sich Tabacstop stetig weiterentwickelt. Ab 2007 wurde ein personalisiertes Telefon-Coaching eingeführt, 2010 kam die Erstattung von Nikotinersatzpräparaten hinzu. Belgien war zudem das erste Land, das 2011 die Hotline-Nummer auf Zigarettenpackungen aufdruckte, ein Modell, das später in anderen EU-Ländern übernommen wurde. Die Beratung hat sich auch auf neue nikotinhaltige Produkte wie E-Zigaretten oder Smart Vapes eingestellt.

Tabacstop wird von einem multidisziplinären Team unterstützt, das aus Suchtberatern, Diätassistenten, Hebammen und anderen Fachkräften besteht. So können spezifische Bedürfnisse, etwa bei werdenden Müttern oder Menschen mit Angst vor Gewichtszunahme, gezielt adressiert werden.

Zahlen und Erfolge

Die Zahl der Teilnehmer ist seit der Einführung des Coachings um das 20-Fache gestiegen. Während 2007 nur etwa 100 Personen unterstützt wurden, waren es bis 2023 fast 2.000 jährlich. Trotz beeindruckender Ergebnisse – etwa einer langfristigen Erfolgsquote von 20 Prozent nach einem Jahr – bleibt der Bedarf an zusätzlichen Mitteln hoch. Die Fondation contre le Cancer fordert verstärkte staatliche Unterstützung, um den Dienst auszuweiten und vor allem benachteiligte Gruppen besser zu erreichen.

Ein umfassender Ansatz für die Raucherentwöhnung

Neben der Förderung von Tabacstop plädiert die Fondation gegen Krebs für eine intensivere Einbindung von Gesundheitsfachkräften wie Allgemeinmedizinern, Apothekern und privaten Suchtberatern. „Rauchen ist keine Wahl, sondern eine Abhängigkeit, die eine angemessene Behandlung erfordert“, betont die Organisation.

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