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Umfrage: 40 Prozent der Selbstständigen erwarten 2025 schlechtere Geschäfte
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Umfrage: 40 Prozent der Selbstständigen erwarten 2025 schlechtere Geschäfte

StartupStockPhotos (CC0), Pixabay

Eine Umfrage des Münchner ifo-Instituts zeigt, dass viele Selbstständige und Kleinstunternehmen in Deutschland mit Sorge auf das Jahr 2025 blicken. Rund 40 Prozent der Befragten rechnen mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Fast die Hälfte geht davon aus, dass sich die Situation im Vergleich zum ohnehin herausfordernden Jahr 2024 nicht verbessern wird.

Hintergrund: Mangel an Aufträgen

Das ifo-Institut sieht den Hauptgrund für die pessimistischen Erwartungen in einem anhaltenden Auftragsmangel. Besonders betroffen seien Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Dienstleistungsbereiche, die von der Kaufkraft der Verbraucher:innen abhängen.

Ein Sprecher des Instituts betonte:
„Die wirtschaftliche Unsicherheit, gepaart mit steigenden Kosten und der Zurückhaltung der Verbraucher, wirkt sich direkt auf die Auftragslage vieler Selbstständiger aus.“

Herausforderungen für Selbstständige

Die Umfrage zeigt, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen für kleine Unternehmen und Selbstständige vielfältig sind:

  • Hohe Energiekosten: Viele Selbstständige leiden unter den steigenden Betriebskosten, insbesondere durch hohe Energiepreise.
  • Inflation: Die allgemeine Teuerung wirkt sich auf die Kaufkraft aus, was zu weniger Nachfrage führt.
  • Bürokratische Hürden: Zahlreiche Unternehmer:innen klagen über den hohen bürokratischen Aufwand, der zusätzliche Ressourcen bindet.
  • Unsichere Investitionsbereitschaft: Kunden und Unternehmen zögern bei Investitionen, was zu einem weiteren Rückgang der Aufträge führt.

Branchenspezifische Unterschiede

Während Branchen wie die Technologie- und IT-Dienstleistungen noch vergleichsweise stabil dastehen, melden besonders freiberuflich Tätige im Kreativsektor, Handwerk und Einzelhandel deutliche Einbußen. Gastronomiebetriebe verzeichnen ebenfalls starke Rückgänge, da Verbraucher:innen zunehmend sparen.

Kritik und Forderungen

Viele Selbstständige fordern Unterstützung von der Politik. Neben finanziellen Hilfen wünschen sich die Befragten:

  • Bürokratieabbau: Weniger Auflagen und eine vereinfachte Steuerabwicklung.
  • Zugang zu Förderprogrammen: Leichterer Zugang zu staatlichen Fördermitteln für kleine Unternehmen und Soloselbstständige.
  • Stärkung der Binnennachfrage: Maßnahmen zur Förderung des Konsums und der Kaufkraft.

Zukunftsaussichten

Das ifo-Institut warnt vor den möglichen Langzeitfolgen, wenn Selbstständige und Kleinstunternehmer:innen weiterhin unter Druck stehen. Insolvenzen und Geschäftsaufgaben könnten die wirtschaftliche Vielfalt in Deutschland gefährden, was langfristig auch größere Unternehmen und die gesamte Wirtschaft betreffe.

Fazit

Die Umfrage zeichnet ein düsteres Bild für viele Selbstständige in Deutschland. Ohne Unterstützung und strukturelle Verbesserungen könnten 2025 weitere Existenzen auf dem Spiel stehen. Die Politik und Wirtschaft sind nun gefragt, um die Rahmenbedingungen für Selbstständige zu verbessern und den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu stärken.

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