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Pflegerin vor Gericht: Mutmaßliche Fälschung von Testamenten für Millionenerbe

annazuc (CC0), Pixabay

Eine Pflegerin aus Passau steht seit Donnerstag vor dem Landgericht, angeklagt wegen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, mehrere Testamente gefälscht zu haben, um sich das Erbe von mindestens 20 Millionen Euro des verstorbenen Niels Kampmann, Schwiegersohn des Dichters Hans Carossa, zu sichern. Der Fall, der Geld, Immobilien und Kunstgegenstände umfasst, sorgt für großes Aufsehen.

Millionenerbe: Ein umfangreicher Nachlass

Niels Kampmann, ehemaliger Leiter der Passauer Hefefabrik, verstarb im Herbst 2021. Sein Erbe ist beträchtlich und umfasst neben Immobilien und Dutzenden Grundstücken auch Gold, Kunstwerke, Fahrzeuge und das Archiv von Hans Carossa. Der Wert des Nachlasses wird auf mindestens 20 Millionen Euro geschätzt, genaue Zahlen sind laut Landgericht jedoch schwer zu ermitteln.

Vorwurf: Gefälschte Dokumente und Testamente

Die Angeklagte, Geschäftsführerin eines ambulanten Pflegedienstes, soll Kampmann in den letzten Monaten seines Lebens betreut haben. Laut Staatsanwaltschaft hat sie in dieser Zeit mehrere Dokumente gefälscht, darunter Quittungen, Überweisungsbelege in Höhe von 66.000 Euro und zwei Testamente. In den Testamenten habe sie sich selbst als Haupterbin eingesetzt, was die Richterin am Nachlassgericht misstrauisch machte und letztlich zur Einschaltung der Polizei führte.

Die Ermittlungen führten zur Festnahme der Pflegerin, die anschließend vier Monate in Untersuchungshaft verbrachte.

Prozessverlauf

Der Prozessbeginn war ursprünglich für Mitte November angesetzt, musste jedoch wegen der Erkrankung eines Verteidigers verschoben werden. Nun hat das Landgericht Passau acht Verhandlungstage angesetzt, mit einem voraussichtlichen Urteil am 24. Januar.

Rechtliche Würdigung

Falls sich die Vorwürfe bestätigen, droht der Angeklagten eine erhebliche Strafe. Die Fälschung von Testamenten fällt unter Urkundenfälschung gemäß § 267 Strafgesetzbuch (StGB), die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden kann. Der versuchte Betrug in diesem Fall wäre aufgrund des hohen Wertes des Nachlasses besonders schwerwiegend und könnte zusätzlich zu einer Freiheitsstrafe führen.

Hintergrund: Pflegekräfte als Erben

Der Fall wirft auch gesellschaftliche Fragen auf: Die Betreuung vermögender Menschen durch Pflegekräfte in ihren letzten Lebensjahren führt immer wieder zu Streitigkeiten über Erbschaften. Einerseits entstehen enge Bindungen zwischen Pflegebedürftigen und Betreuenden, andererseits gibt es Fälle von Missbrauch, in denen Pflegekräfte ihre Position ausnutzen, um sich finanziell zu bereichern. Dieser Fall könnte juristische Präzedenzfälle schaffen und die Diskussion über die Rolle von Pflegekräften bei Erbschaften weiter anheizen.

Fazit

Der Fall um das mutmaßlich gefälschte Testament ist ein Beispiel für die potenziellen Konflikte, die bei großen Nachlässen entstehen können. Der Ausgang des Prozesses wird nicht nur über das Schicksal der Angeklagten entscheiden, sondern könnte auch Einfluss auf künftige rechtliche Bewertungen ähnlicher Fälle haben. Die Verhandlungen bleiben spannend – das Urteil am 24. Januar wird mit Spannung erwartet.

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