Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbandes Bitkom besitzen drei von vier Kindern im Alter zwischen 10 und 12 Jahren in Deutschland ein eigenes Smartphone. Bereits bei den 6- bis 9-Jährigen liegt der Anteil bei 17 Prozent, obwohl Experten immer wieder zur Vorsicht raten.
Kritik an zu früher Smartphone-Nutzung
Pädagogen und Sicherheitsexperten sehen den Trend kritisch. Sie warnen, dass Kinder oft zu früh ein eigenes Smartphone erhalten. Nach ihrer Einschätzung sind die meisten Kinder erst im Alter von 12 oder 13 Jahren in der Lage, die Risiken des Internets zu verstehen und sich vor diesen zu schützen.
Die Gefahren reichen von Cybermobbing über den Kontakt mit ungeeigneten Inhalten bis hin zu Datenschutzproblemen. „Ein Smartphone öffnet Kindern eine Tür zur digitalen Welt, auf die sie oft nicht vorbereitet sind“, erklärt ein Pädagoge. Eltern sollten daher nicht nur auf das Alter, sondern auch auf die Reife ihrer Kinder achten, bevor sie ihnen ein eigenes Gerät überlassen.
Die Rolle der Eltern und Empfehlungen
Experten empfehlen Eltern, den Einstieg in die digitale Welt aktiv zu begleiten. Dazu gehört die gemeinsame Einrichtung des Smartphones, das Festlegen von Bildschirmzeiten und das Sprechen über Gefahren wie Cybermobbing und Datenschutz. Apps mit Kinderschutzfunktionen können zusätzlich helfen, die Nutzung sicherer zu gestalten.
Die Studie verdeutlicht die zunehmende Bedeutung von Smartphones im Alltag von Kindern und zeigt gleichzeitig, wie wichtig es ist, sie auf den Umgang mit digitalen Medien vorzubereiten.