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Vorsicht vor Betrug in der Black Week: Fake-Shops und irreführende Angebote im Fokus

geralt (CC0), Pixabay

Die Black Week rund um Black Friday und Cyber Monday lockt jedes Jahr Millionen Verbraucher mit Rabatten und Sonderaktionen in die Geschäfte und zum Onlineshopping. Doch zugleich steigt die Gefahr, Opfer von Betrugsmaschen zu werden. Fake-Shops und irreführende Preise sind laut Experten besonders verbreitet. Verbraucherorganisationen und Polizei warnen daher eindringlich zur Vorsicht.

Gefährliche Fake-Shops: Wie Kriminelle täuschen

Die Polizei, etwa in Vorarlberg, weist darauf hin, dass Kriminelle täuschend echt aussehende Fake-Shops erstellen, die den Eindruck eines seriösen Onlinehandels erwecken. In vielen Fällen ahmen diese Webseiten bekannte Marken oder Shops nach. Verbraucher zahlen für Waren, die nie geliefert werden, oder erhalten minderwertige bzw. völlig andere Produkte. In anderen Fällen nutzen die Betrüger die Gelegenheit, persönliche Daten und Zahlungsinformationen abzugreifen.

Tipps zur Erkennung unseriöser Shops

Johanna Pichler vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) rät, besonders auf folgende Punkte zu achten:

  • Webseiten-URL: Prüfen Sie die genaue Schreibweise der Website, um gefälschte Domains zu erkennen.
  • Impressum: Fehlende oder unvollständige Kontaktangaben sind ein Alarmsignal.
  • Preise: Unrealistisch günstige Angebote könnten auf Betrug hinweisen.
  • Zahlungsmethoden: Fehlen gängige Optionen wie Kreditkarte oder PayPal, sollten Sie vorsichtig sein.

Rücktrittsrecht und Ausnahmen

Verbraucher haben beim Onlinekauf das Recht, innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware vom Vertrag zurückzutreten. Dieses Widerrufsrecht gilt auch in der Black Week, unabhängig von Rabatten. Allerdings gibt es Ausnahmen, etwa bei Event- und Flugtickets. Im stationären Handel ist oft keine Rückgabe von reduzierten Waren vorgesehen.

Vorsicht vor Vorauszahlungen und unseriösen Rabatten

Christian Koisser von der Arbeiterkammer (AK) rät, bei unbekannten Händlern nicht im Voraus zu zahlen. Ein gründlicher Preisvergleich hilft, echte Schnäppchen von irreführenden Rabatten zu unterscheiden. Oft basieren die angegebenen Rabatte auf überhöhten Listenpreisen, die den Eindruck eines besonders großen Preisnachlasses erwecken sollen.

Psychologische Fallen beim Shoppen

Neben finanziellen Risiken birgt die Black Week auch psychologische Gefahren. Countdown-Timer, limitierte Stückzahlen und aggressive Werbebotschaften erzeugen ein Gefühl von Dringlichkeit, das zu impulsiven Käufen führen kann. Elisabeth Mandl, Psychotherapeutin bei der AVS in Kärnten, warnt vor den Auswirkungen: „Die Lust auf schnelle Beute erzeugt ein Gefühl von Befriedigung, kann aber langfristig in eine Kaufsucht münden.“ Besonders problematisch sei, dass Werbung oft mit dem Kauf eines Produkts ein bestimmtes Lebensgefühl oder die Erfüllung eines Bedürfnisses suggeriere.

Mandl empfiehlt, Einkaufslisten zu erstellen und sich vorab gedanklich auf konkrete Käufe festzulegen, um impulsives Kaufverhalten zu vermeiden. „Es geht darum, emotionale Leeren oder Lücken nicht durch unnötige Einkäufe zu füllen.“

Fazit: Wachsamkeit ist gefragt

Die Black Week bietet zahlreiche attraktive Angebote, birgt jedoch auch erhebliche Risiken. Verbraucher sollten wachsam bleiben, auf Seriosität der Händler achten und sich vor irreführenden Preisangaben schützen. Mit einer kritischen Haltung und den richtigen Vorsichtsmaßnahmen können Betrug und unnötige Ausgaben vermieden werden.

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