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Rekordhoch bei Unternehmensinsolvenzen im Oktober – Wirtschaftliche Belastungen und Pandemie-Effekte schlagen durch

Ratfink1973 (CC0), Pixabay

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland hat im Oktober ein neues Rekordniveau erreicht. Mit 1.530 Firmenpleiten verzeichnet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) den höchsten Wert in einem Oktober seit zwanzig Jahren. Die anhaltende wirtschaftliche Schwächephase trifft viele Unternehmen schwer, während stark gestiegene Kosten für Energie und Löhne zusätzlichen Druck aufbauen.

Steffen Müller, Leiter der Insolvenzforschung am IWH, sieht in den Zahlen eine besorgniserregende Entwicklung: „Viele Unternehmen geraten durch die Kombination aus wirtschaftlicher Unsicherheit und hohen Betriebskosten an ihre Belastungsgrenzen.“ Neben den konjunkturellen Schwächen und Kostensteigerungen kämen Nachholeffekte aus der Pandemie hinzu. Während der Corona-Krise wurde eine Vielzahl von Insolvenzen durch staatliche Unterstützungen und Aussetzungen von Insolvenzanträgen zurückgestellt. Diese Stütze entfällt inzwischen, sodass nun eine Welle von Insolvenzen nachzuholen scheint.

Besonders betroffen seien kleine und mittelständische Unternehmen, die meist über geringere finanzielle Rücklagen verfügen und die gestiegenen Ausgaben nicht länger kompensieren können. Die aktuelle Entwicklung unterstreicht, wie stark die Wirtschaft weiterhin von äußeren Faktoren wie Energiepreisen, Lohnkosten und den Nachwirkungen der Pandemie geprägt ist.

Die hohe Zahl an Unternehmenspleiten zeigt die Herausforderungen, vor denen Unternehmen in Deutschland derzeit stehen. Wirtschaftsexperten hoffen auf gezielte Unterstützungsmaßnahmen, um den Unternehmen in dieser Phase der wirtschaftlichen Belastung Stabilität zu bieten.

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