Sparmaßnahmen bei VW: Betriebsrat und IG Metall kündigen Widerstand an
Volkswagen plant offenbar weitreichende Sparmaßnahmen in seinen deutschen Werken, doch Details bleiben bislang unklar. Personalvorstand Kilian betonte die Notwendigkeit von Einschnitten, um wettbewerbsfähig zu bleiben und wesentliche Zukunftsinvestitionen zu sichern. Laut Betriebsratsvorsitzender Cavallo könnten mindestens drei Werke geschlossen und zehntausende Arbeitsplätze abgebaut werden. Zudem seien Lohnkürzungen von rund zehn Prozent vorgesehen, auch an den verbleibenden Standorten sind Einschnitte geplant. VW-Betriebsrat und IG Metall kritisieren die Pläne scharf und kündigen entschlossenen Widerstand an.
Nordkoreanische Soldaten im Ukraine-Krieg: NATO warnt vor neuer Eskalation
Die NATO sieht deutliche Hinweise darauf, dass Russland nordkoreanische Soldaten im Krieg gegen die Ukraine einsetzt. In der russischen Grenzregion Kursk seien bereits nordkoreanische Truppen in Kämpfe verwickelt, erklärte NATO-Generalsekretär Rutte. Nach Einschätzungen des US-Verteidigungsministeriums entsandte Kim Jong Un rund 10.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands. Rutte sieht darin eine neue Bedrohung für die euro-atlantische Sicherheit und deutet an, dass Moskau zunehmend auf ausländische Unterstützung angewiesen ist, um die Offensive gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten.
Proteste in Tiflis: Tausende demonstrieren gegen mutmaßlichen Wahlbetrug
In der georgischen Hauptstadt Tiflis haben Tausende Menschen nach der umstrittenen Parlamentswahl gegen Wahlbetrug protestiert. Präsidentin Surabischwili und die Opposition riefen zur Demonstration vor dem Parlamentsgebäude auf und bezichtigten Russland der Wahlmanipulation. Kreml-Sprecher Peskow wies die Vorwürfe jedoch zurück und warf westlichen Staaten vor, sich in die georgischen Wahlen eingemischt zu haben. Die angespannte Lage zeigt die fragile politische Situation in Georgien und die tiefen Gräben zwischen pro-europäischen und pro-russischen Kräften.
Koalitionsverhandlungen in Thüringen: CDU, BSW und SPD vereinbaren Gespräche
In Thüringen steht eine mögliche Koalition aus CDU, BSW und SPD bevor. Nach intensiven Gesprächen einigten sich die Parteivorsitzenden auf Koalitionsverhandlungen. Besonders strittig war das Thema Friedenspolitik, das für das Bündnis Sahra Wagenknecht von zentraler Bedeutung ist. Die Gruppe fordert diplomatische Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs und lehnt die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland ab. Details der Vereinbarung wurden noch nicht bekannt gegeben, jedoch sollen die Verhandlungen bald aufgenommen werden.
Deutsch-Iraner im Iran trotz internationaler Proteste hingerichtet
Im Iran wurde ein 69-jähriger deutsch-iranischer Doppelstaatsbürger hingerichtet, nachdem ihm ein Revolutionsgericht Terroranschläge und Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten zur Last gelegt hatte. Das Urteil hatte international für scharfe Kritik gesorgt; Deutschland und Menschenrechtsorganisationen hatten vergeblich eine Aussetzung des Urteils gefordert. Der Fall beleuchtet die Spannungen zwischen Iran und westlichen Staaten und wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Lage für Doppelstaatsbürger im Iran.
Störung bei Bahn-App: Fahrplaninformationen und Buchungen nur eingeschränkt möglich
Eine IT-Störung beeinträchtigt seit dem Vormittag die Fahrplan-App der Deutschen Bahn, sodass Informationen und Buchungen für Reisende eingeschränkt sind. Die Störung betrifft sowohl iOS- als auch Android-Geräte. Eine Sprecherin der Bahn versicherte, dass derzeit an der Behebung gearbeitet werde, und schloss einen Cyberangriff aus. Reisende können auf die Website der Deutschen Bahn ausweichen, um Fahrplan- und Ticketinformationen zu erhalten.
Depardieu-Prozess wegen Gesundheitszustand verschoben
Der Prozess gegen den französischen Schauspieler Gérard Depardieu, der wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe angeklagt ist, wurde auf März vertagt. Ein Gericht in Paris entsprach damit dem Antrag seiner Verteidigung, die auf den schlechten Gesundheitszustand des Schauspielers hinwies. Zwei Frauen beschuldigen Depardieu, sie bei Dreharbeiten vor drei Jahren sexuell bedrängt zu haben. Der Fall hatte für großes mediales Aufsehen gesorgt; die Verhandlung soll im Frühjahr fortgesetzt werden.