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Dark Patterns im Internet: Wie Nutzer manipuliert werden

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

Dark Patterns sind manipulative Design-Tricks, die in Websites, Apps oder Online-Diensten genutzt werden, um Nutzer zu Entscheidungen zu drängen, die sie so möglicherweise nicht treffen würden. Diese Techniken nutzen psychologische Tricks, um beispielsweise den Kauf von Produkten zu fördern, unerwünschte Abonnements zu aktivieren oder das Abmelden von Diensten zu erschweren.

Zu den häufigsten Dark Patterns zählen:

Versteckte Kosten: Gebühren oder zusätzliche Kosten werden erst im letzten Moment des Kaufprozesses angezeigt, sodass Nutzer schon so weit im Bestellvorgang sind, dass sie diesen nicht mehr abbrechen wollen.

Irreführende Schaltflächen: Buttons zum Ablehnen oder Abbestellen von Diensten werden absichtlich klein oder schwer auffindbar gestaltet, während die Schaltflächen für Zustimmung oder Käufe hervorstechen.

Voreingestellte Zustimmung: Nutzer geben ihre Zustimmung zu bestimmten Bedingungen oder dem Erhalt von Werbung, weil entsprechende Kästchen bereits vorab angeklickt sind und viele dies übersehen.

Zwangsabonnements: Nutzer werden oft zu kostenlosen Testabos gelockt, die jedoch automatisch in teure Abonnements umgewandelt werden, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt werden.

Falsche Dringlichkeit: Webseiten setzen auf künstliche Verknappung oder Zeitdruck, wie etwa Countdown-Timer oder Hinweise auf nur noch wenige verfügbare Produkte, um Nutzer zu einem schnellen Kauf zu bewegen.

Diese manipulativen Praktiken untergraben die Entscheidungsfreiheit der Nutzer und führen häufig zu Frustration oder finanziellen Verlusten. In einigen Ländern wird bereits an Regulierungen gearbeitet, um Dark Patterns zu verbieten oder zumindest stärker einzuschränken, da sie ethisch bedenklich und teils auch rechtswidrig sein können. Nutzer sollten immer wachsam bleiben und kritisch hinterfragen, wenn sie online auf auffällige Designs und Verkaufsstrategien stoßen.

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