Menschen in Deutschland verbringen im Schnitt täglich 27 Minuten mit dem Lesen. Dies sind fünf Minuten weniger als noch vor zehn Jahren, wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Frankfurter Buchmesse bekanntgab. Besonders bemerkenswert sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während die über 60-Jährigen täglich 54 Minuten in Bücher, Zeitungen oder digitale Texte investieren, liegt die Lesezeit bei den 18- bis 29-Jährigen bei nur elf Minuten pro Tag. Diese Diskrepanz könnte auf veränderte Mediengewohnheiten zurückzuführen sein, da jüngere Menschen mehr Zeit auf sozialen Medien und Streaming-Plattformen verbringen.
Heute eröffnet in Frankfurt am Main offiziell die Frankfurter Buchmesse, das weltweit bedeutendste Branchenevent für Literatur und Verlagswesen. In diesem Jahr ist Italien das Gastland, das mit seiner reichhaltigen literarischen Tradition im Mittelpunkt der Messe steht. Die Veranstaltung bietet nicht nur Verlagen und Autoren eine Plattform, sondern dient auch dazu, auf die Bedeutung des Lesens in einer zunehmend digitalen Welt aufmerksam zu machen.
Die rückläufige Lesezeit unter jüngeren Menschen wirft die Frage auf, welche Rolle Bücher und Printmedien in Zukunft spielen werden, insbesondere in einer Zeit, in der digitale Inhalte immer dominanter werden. Initiativen wie die Buchmesse sind daher umso wichtiger, um das Interesse am Lesen und die kulturelle Bedeutung von Literatur zu fördern.