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Bericht: Phishing-Warnungen bei Banken – Vorsicht vor gefälschten E-Mails

did77 (CC0), Pixabay

In letzter Zeit sind die Kunden mehrerer Banken, darunter Targobank, Volksbanken Raiffeisenbanken und ING, verstärkt ins Visier von Phishing-Angriffen geraten. Kriminelle versenden dabei gefälschte E-Mails, um an persönliche Daten wie Telefonnummern, Passwörter und Zugangsinformationen zu gelangen. Diese Art von Betrug stellt eine erhebliche Gefahr dar, da die Daten missbraucht werden können, um unberechtigten Zugriff auf Bankkonten zu erlangen. Die Verbraucherzentralen warnen daher eindringlich vor diesen Phishing-Angriffen und geben Ratschläge, wie man sich schützen kann.

1. Was ist Phishing?

Phishing ist eine Betrugsmethode, bei der Kriminelle versuchen, über gefälschte E-Mails oder Nachrichten an persönliche Informationen zu gelangen. Oft geben sich die Betrüger als vertrauenswürdige Institutionen, wie zum Beispiel Banken oder andere Dienstleister, aus. In den E-Mails wird behauptet, es gebe Probleme mit dem Konto oder es sei eine wichtige Sicherheitsüberprüfung erforderlich. Ziel der Kriminellen ist es, die Empfänger dazu zu bringen, ihre persönlichen Daten auf einer gefälschten Website einzugeben oder direkt in der E-Mail zu verraten.

2. Wie erkennen Sie Phishing-E-Mails?

Phishing-E-Mails sehen oft täuschend echt aus. Dennoch gibt es einige Hinweise, die helfen können, sie zu erkennen:

Dringlichkeit oder Drohungen: Viele Phishing-Mails behaupten, dass sofortiges Handeln nötig ist, um das Konto zu schützen oder zu vermeiden, dass es gesperrt wird.
Ungewohnte Absenderadresse: Die E-Mail-Adressen der Absender weichen oft leicht von den echten Adressen der Banken ab. Ein genauer Blick auf die Absenderadresse kann helfen, den Betrug zu erkennen.
Rechtschreib- und Grammatikfehler: In vielen Phishing-Mails finden sich Fehler in der Sprache, die auf eine nicht professionelle Herkunft hinweisen.
Verdächtige Links: Phishing-E-Mails enthalten oft Links, die auf gefälschte Websites führen. Diese Links können ähnlich aussehen wie die echten Websites der Banken, enthalten aber oft kleine Abweichungen in der Webadresse.

3. Wie schützen Sie sich?

Die Verbraucherzentralen empfehlen folgende Maßnahmen, um sich vor Phishing zu schützen:

Ignorieren Sie verdächtige E-Mails: Wenn Sie eine E-Mail erhalten, die Ihnen verdächtig vorkommt, sollten Sie diese nicht öffnen, sondern direkt in den Spam-Ordner verschieben oder löschen.
Keine persönlichen Daten preisgeben: Geben Sie niemals vertrauliche Informationen wie Passwörter oder PINs über E-Mail oder Telefon weiter. Seriöse Banken fordern solche Informationen nie per E-Mail an.
Links nicht anklicken: Klicken Sie in verdächtigen E-Mails niemals auf Links. Geben Sie die Webadresse Ihrer Bank immer manuell in den Browser ein, um sicherzustellen, dass Sie die echte Seite besuchen.
Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Viele Banken bieten die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) an, bei der eine zusätzliche Sicherheitsstufe, wie zum Beispiel ein Code per SMS, benötigt wird, um auf Ihr Konto zuzugreifen.

4. Was tun, wenn Sie auf Phishing hereingefallen sind?

Sollten Sie versehentlich Ihre Daten in einer Phishing-E-Mail eingegeben haben, ist schnelles Handeln gefragt:

Informieren Sie sofort Ihre Bank: Melden Sie den Vorfall Ihrer Bank, damit sie Ihr Konto überprüfen und eventuell sperren kann, um Missbrauch zu verhindern.
Passwörter ändern: Ändern Sie umgehend alle Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking und auch zu anderen Konten, bei denen Sie dieselben Passwörter verwendet haben.
Auf ungewöhnliche Kontobewegungen achten: Überwachen Sie Ihre Kontoauszüge genau, um verdächtige Transaktionen frühzeitig zu erkennen und melden Sie diese sofort Ihrer Bank.

5. Banken und Verbraucherschutz im Einsatz gegen Phishing

Die betroffenen Banken arbeiten eng mit den Verbraucherzentralen und den Sicherheitsbehörden zusammen, um ihre Kunden vor Phishing zu schützen. Sie informieren regelmäßig über aktuelle Betrugsversuche und geben Sicherheitshinweise. Außerdem gibt es spezielle Phishing-Meldestellen, an die Sie verdächtige E-Mails weiterleiten können, um die Ermittlungen zu unterstützen.

Die Verbraucherzentralen bieten zudem Hilfsmittel an, wie z.B. eine Liste aktueller Phishing-Angriffe oder spezielle Beratungsangebote, falls Sie betroffen sind.

Fazit

Phishing-Angriffe nehmen weiterhin zu und stellen eine erhebliche Gefahr für Bankkunden dar. Besonders Kunden der Targobank, Volksbanken Raiffeisenbanken und ING sind aktuell verstärkt Ziel solcher Betrugsversuche. Um sich zu schützen, sollten Verbraucher wachsam bleiben, niemals persönliche Daten über E-Mail preisgeben und verdächtige Nachrichten ignorieren oder löschen. Schnelles Handeln bei einem Vorfall und die Zusammenarbeit mit den Banken sind der beste Weg, um größeren Schaden zu vermeiden.

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